Aus welchem Naturstoff wurde die Vorstufe der Acetylsalicylsäure ursprünglich gewonnen?

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Die Vorstufe der Acetylsalicylsäure (bekannt unter dem Markennamen Aspirin) wurde ursprünglich aus der Weidenrinde (Gattung Salix) gewonnen.

Hier sind die Details dazu:

  1. Der Wirkstoff: In der Weidenrinde ist der Naturstoff Salicin enthalten. Wenn man Extrakte der Rinde konsumiert, wird das Salicin im Körper (im Darm und in der Leber) zu Salicylsäure umgewandelt.
  2. Historische Nutzung: Schon in der Antike (z. B. bei Hippokrates) war bekannt, dass Aufgüsse aus Weidenrinde gegen Schmerzen und Fieber helfen.
  3. Die Weiterentwicklung: Da reine Salicylsäure sehr bitter schmeckt und die Magenschleimhaut stark angreift, suchten Chemiker nach einer verträglicheren Form. Dem Chemiker Felix Hoffmann (bei der Firma Bayer) gelang es 1897, die Salicylsäure zu „acetylieren“ – daraus entstand die Acetylsalicylsäure (ASS).

Interessanter Zusatzfakt: Eine weitere wichtige natürliche Quelle für Salicylsäure ist das Mädesüß (Filipendula ulmaria, früher Spiraea ulmaria). Daher leitet sich auch der Name „Aspirin“ ab: Das „A“ steht für Acetyl und „spirin“ für die Spirsäure (ein alter Name für Salicylsäure, die aus dem Mädesüß gewonnen wurde).

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Die Vorstufe der Acetylsalicylsäure (ASS) wurde ursprünglich aus der Weidenrinde (Gattung Salix) gewonnen.

Genauer gesagt handelt es sich um den Naturstoff Salicin (ein sogenanntes phenolisches Glykosid), der in der Rinde von Weidenbäumen vorkommt. Im menschlichen Körper wird Salicin nach der Aufnahme in die eigentliche Wirkform, die Salicylsäure, umgewandelt.

Eine weitere wichtige pflanzliche Quelle für die Gewinnung von Salicylsäureverbindungen war das Kraut Mädesüß (Filipendula ulmaria, früher Spiraea ulmaria). Von dessen altem botanischen Namen (Spiraea) leitet sich übrigens auch der weltbekannte Markenname „Aspirin“ ab (das „A“ steht für die Acetylgruppe, „spir“ für Spiraea).