Wie funktioniert ein Reverse Lookup DNS unter Linux und wie führt man ihn durch?
- Was ist ein Reverse Lookup DNS?
- Wie funktioniert Reverse Lookup technisch?
- Wie führt man unter Linux einen Reverse Lookup durch?
- Wofür ist ein Reverse Lookup unter Linux nützlich?
- Fazit
Was ist ein Reverse Lookup DNS?
Ein Reverse Lookup DNS bezeichnet die Umkehrung des üblichen DNS-Auflösungsprozesses. Normalerweise wird beim DNS (Domain Name System) ein Domainname in eine IP-Adresse übersetzt, etwa wenn Sie eine Webseite besuchen. Beim Reverse Lookup hingegen ist die IP-Adresse bekannt, und man möchte den zugehörigen Hostnamen herausfinden. Dieses Verfahren ist besonders wichtig bei Netzwerkdiagnosen, Sicherheitsanalysen oder beim Logging, um zu überprüfen, welcher Host hinter einer IP-Adresse steckt.
Wie funktioniert Reverse Lookup technisch?
Technisch basiert der Reverse Lookup auf speziellen DNS-Einträgen, den PTR-Records (Pointer Records). Diese sind für die Umkehrung der IP-Adresse zu einem Hostnamen zuständig. Dabei wird die IP-Adresse in ein spezielles Format umgewandelt, das sogenannte .in-addr.arpa-Domain für IPv4 oder .ip6.arpa für IPv6, um dann die PTR-Informationen abzufragen. Zum Beispiel wird die IPv4-Adresse 192.0.2.1 in 1.2.0.192.in-addr.arpa umgekehrt und dann vom DNS-Server nach dem zugehörigen Hostnamen durchsucht.
Wie führt man unter Linux einen Reverse Lookup durch?
Unter Linux gibt es mehrere Kommandozeilen-Werkzeuge, mit denen man einen Reverse Lookup durchführen kann. Das bekannteste ist der Befehl host. Möchte man beispielsweise die IP-Adresse 8.8.8.8 auflösen, so nutzt man folgenden Befehl:
host 8.8.8.8Dieser gibt dann den zugehörigen Hostnamen zurück, sofern ein PTR-Record existiert. Alternativ gibt es den Befehl dig, der ebenfalls für Reverse Lookup verwendet werden kann. Hier muss man die umgekehrte IP-Adresse mit dem Suffix .in-addr.arpa oder bei IPv6 .ip6.arpa anfragen.
dig -x 8.8.8.8Ein weiteres Werkzeug ist nslookup, mit dem ebenfalls Reverse DNS-Anfragen möglich sind. Alle diese Tools sind auf den meisten Linux-Distributionen standardmäßig vorhanden oder können leicht nachinstalliert werden.
Wofür ist ein Reverse Lookup unter Linux nützlich?
Der Reverse Lookup wird in vielen Bereichen eingesetzt. Zum Beispiel bei der Analyse von Log-Dateien, wenn IP-Adressen in Hostnamen aufgelöst werden sollen, um besser interpretieren zu können, welcher Client sich verbunden hat. Auch in Skripten oder Programmen zur Netzwerküberwachung hilft der Reverse Lookup bei der Zuordnung von IP-Adressen zu Domains oder Hostnamen. Außerdem kann er bei der Fehlersuche im Netzwerk nützlich sein, wenn man herausfinden möchte, welche Maschine hinter einer bestimmten IP-Adresse steht.
Fazit
Ein Reverse Lookup DNS unter Linux ermöglicht die Umkehrung der normalen DNS-Auflösung von Hostnamen zu IP-Adressen in die Richtung von IP-Adresse zu Hostnamen. Durch die Nutzung von PTR-Records und Tools wie host, dig oder nslookup kann man einfach und schnell den zugehörigen Hostnamen zu einer IP-Adresse ermitteln. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Netzwerkanalyse, Diagnose und Sicherheit.
