Kann ich in WinDirStat bestimmte Dateitypen oder Ordner vom Scan ausschließen?

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  1. Warum gibt es keine direkte Ausschlussfunktion?
  2. Mögliche Umgehungslösungen
  3. Filter und Nachbearbeitung innerhalb von WinDirStat
  4. Fazit

WinDirStat ist ein beliebtes Werkzeug zur Analyse der Festplattenbelegung unter Windows. Es bietet eine detaillierte Übersicht über Dateien und Ordner samt deren Größe und erlaubt so eine effiziente Speicherverwaltung. Allerdings gibt es keine direkte, eingebaute Funktion in WinDirStat, um bestimmte Dateitypen oder Ordner explizit vom Scan auszuschließen.

Warum gibt es keine direkte Ausschlussfunktion?

WinDirStat arbeitet als Analyse-Tool, das auf dem Dateisystem basiert und einen möglichst umfassenden Überblick geben soll. Daher scannt es grundsätzlich alle Dateien und Ordner im gewählten Laufwerk oder Verzeichnis, ohne Option, Filter auf Dateitypen oder Ordner im Voraus anzuwenden. Das Programm erkennt zwar Dateitypen und bietet eine farbliche oder segmentierte Darstellung, aber keine Möglichkeit, bestimmte Elemente im Scanprozess auszuschließen.

Mögliche Umgehungslösungen

Obwohl WinDirStat selbst keine ausschließenden Filter erlaubt, gibt es einige Tricks, um unerwünschte Bereiche aus dem Scan auszuschließen. Beispielsweise kann man im Dialog "Ordner auswählen" bewusst nur bestimmte Ordner auswählen, anstatt das ganze Laufwerk zu scannen. So lässt sich das Scangebiet gezielt einschränken. Wenn das Ziel beispielsweise ist, Ordner wie "Windows" oder "Programme" auszuschließen, könnte man stattdessen direkt einen anderen Benutzerordner scannen.

Ein anderer Ansatz ist das temporäre Verschieben oder Umbenennen von Ordnern, die nicht mit einbezogen werden sollen, was aber in der Praxis wenig sinnvoll und risikobehaftet ist. Alternativ können Updates oder andere Tools genutzt werden, die erweiterte Filterfunktionen besitzen, falls diese Funktion grundlegend benötigt wird.

Filter und Nachbearbeitung innerhalb von WinDirStat

Innerhalb des Programms lassen sich nach der Durchführung des Scans Filter anwenden, um beispielsweise nur Dateien eines bestimmten Typs anzuzeigen oder Dateien über einer bestimmten Größe zu fokussieren. Diese Filter beeinflussen jedoch nur die Darstellung, nicht den Scanvorgang selbst. Somit kann man etwa Dateien bestimmter Erweiterungen hervorheben oder die Ansicht auf relevante Ordner einschränken, was bei der Analyse hilfreich sein kann, ersetzt jedoch keinen echten Ausschluss vor dem Scan.

Fazit

WinDirStat bietet keine eingebaute Möglichkeit, bestimmte Dateitypen oder Ordner vorab vom Scan auszuschließen. Durch gezielte Auswahl der zu scannenden Ordner oder durch den Einsatz nachgelagerter Filter in der Ansicht kann man den Umfang der Analyse steuern. Für detaillierte Ausschluss- oder Filterfunktionen sind unter Umständen andere Tools oder spezialisierte Softwarelösungen besser geeignet.

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