Was ist Rapsöl und woraus wird es gewonnen?

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Rapsöl ist ein pflanzliches Öl, das aus den Samen der Rapspflanze (Brassica napus) gewonnen wird. Es gehört heute zu den am häufigsten verwendeten Speiseölen weltweit und ist in Deutschland sogar das beliebteste Speiseöl.

Hier sind die Details dazu, woraus es gewonnen wird und was es auszeichnet:

1. Die Gewinnung (Woraus wird es gemacht?)

Das Öl steckt in den kleinen, schwarzen Samenkörnern der Rapspflanze. Diese Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler (verwandt mit Senf und Kohl) und ist im Frühjahr an ihren leuchtend gelben Blütenfeldern leicht zu erkennen.

  • Ernte: Nach der Blüte bilden sich Schoten, in denen die Samen heranreifen. Wenn diese trocken und schwarz sind, wird der Raps geerntet.
  • Pressung: Die Samen haben einen hohen Ölgehalt von etwa 40 bis 45 %. Um das Öl zu gewinnen, gibt es zwei Hauptverfahren:
    • Kaltpressung: Die Samen werden mechanisch ohne äußere Hitzezufuhr gepresst. Dadurch bleiben Vitamine, der nussige Geschmack und die goldgelbe Farbe erhalten.
    • Raffination (Heißpressung): Das Öl wird unter Hitze extrahiert und anschließend gereinigt (raffiniert). Es ist dann geschmacksneutral, fast farblos und sehr hitzebeständig.

2. Warum ist Rapsöl so gesund?

Früher war Rapsöl kaum genießbar, da es viele Bitterstoffe und gesundheitsschädliche Erucasäure enthielt. In den 1970er Jahren wurden jedoch neue Sorten gezüchtet (der sogenannte 00-Raps), die fast keine Erucasäure mehr enthalten. Seither gilt es als eines der gesündesten Öle:

  • Optimales Fettsäuremuster: Es hat einen sehr geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren.
  • Omega-3 und Omega-6: Es besitzt ein ideales Verhältnis dieser lebenswichtigen Fettsäuren.
  • Vitamin E: Es enthält viel Vitamin E, das als Antioxidans im Körper wirkt.

3. Verwendungsmöglichkeiten

Je nach Herstellungsart wird es unterschiedlich eingesetzt:

  • Kaltgepresstes Rapsöl: Ideal für Salate, Dressings und kalte Speisen (wegen des nussigen Aromas). Es sollte nicht zu stark erhitzt werden.
  • Raffiniertes Rapsöl: Ein „Allrounder“ in der Küche. Da es einen hohen Rauchpunkt hat, eignet es sich hervorragend zum Braten, Backen und Frittieren.
  • Industrie: Rapsöl wird auch zur Herstellung von Margarine, in der Kosmetik und als Biokraftstoff (Biodiesel) verwendet.

Zusammenfassend: Rapsöl wird aus den schwarzen Samen der gelb blühenden Rapspflanze gepresst und ist aufgrund seiner gesunden Fettsäuren und vielseitigen Einsetzbarkeit ein Grundnahrungsmittel in der modernen Küche.

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