Warum läuft meine Menstruationstasse trotz korrekter Platzierung aus?

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Es ist sehr frustrierend, wenn man denkt, alles richtig gemacht zu haben, und die Menstruationstasse trotzdem ausläuft. Wenn du sicher bist, dass sie an der richtigen Stelle sitzt, gibt es meistens einen der folgenden Gründe dafür:

1. Die Tasse hat sich nicht vollständig entfaltet

Auch wenn sie "oben" sitzt, kann es sein, dass sie noch leicht eingedellt ist. Dadurch entsteht kein Unterdruck (Vakuum), und das Blut läuft an der Seite vorbei.

  • Check: Fahre nach dem Einsetzen mit dem Finger einmal komplett um den Boden der Tasse herum. Spürst du eine Delle?
  • Lösung: Drehe die Tasse leicht am Boden oder ziehe sie ein Stückchen nach unten und schiebe sie wieder hoch, bis sie „ploppt“.

2. Der Muttermund sitzt daneben

Dies ist der häufigste Grund für Leckagen bei "korrekter" Platzierung. Der Muttermund (Cervix) muss sich innerhalb der Tasse befinden. Da der Muttermund während der Periode seine Position verändert, kann es sein, dass die Tasse zwar tief genug sitzt, aber am Muttermund vorbeigeschoben wurde. Das Blut fließt dann einfach außen an der Tasse vorbei.

  • Lösung: Taste vor dem Einsetzen, wo dein Muttermund gerade ist (er fühlt sich an wie eine Nasenspitze). Richte die Tasse gezielt darauf aus.

3. Die Tasse ist zu weich für deine Beckenbodenmuskulatur

Wenn du einen starken Beckenboden hast (z. B. durch viel Sport oder Reiten), kann es sein, dass deine Muskeln eine zu weiche Tasse einfach zusammendrücken. Dadurch löst sich das Vakuum während der Bewegung.

  • Lösung: In diesem Fall benötigst du ein Modell mit einem höheren Härtegrad (einen sogenannten „Sport“-Cup).

4. Die Luftlöcher sind verstopft

Am oberen Rand der Tasse befinden sich kleine Löcher. Diese sind essenziell, damit ein Vakuum entstehen kann. Wenn diese durch Blut oder Gewebereste verstopft sind, hält das Vakuum nicht.

  • Lösung: Reinige die Löcher gründlich (z. B. mit einer Interdentalbürste oder indem du die Tasse mit Wasser füllst, die flache Hand oben drauflegst und das Wasser durch die Löcher drückst).

5. Die falsche Größe oder Form

  • Zu klein: Die Tasse kann im Scheidengang wandern und dichtet nicht richtig ab.
  • Zu groß: Sie hat keinen Platz, um sich voll zu entfalten, und bleibt eingedellt.
  • Länge: Wenn dein Muttermund sehr tief sitzt, kann er in die Tasse ragen und so das Fassungsvermögen drastisch verringern. Die Tasse läuft dann über, obwohl sie eigentlich noch nicht "voll" sein sollte.

6. "Restblut" an der Scheidenwand

Manchmal handelt es sich gar nicht um ein echtes Auslaufen. Blut, das sich beim Wechseln der Tasse bereits unterhalb des Rands an der Scheidenwand befand, fließt später ab.

  • Lösung: Wische nach dem Einsetzen den Bereich unter der Tasse mit einem Tuch oder dem Finger sauber.

7. Die Tasse ist voll

An starken Tagen kann eine Tasse schneller voll sein, als man denkt – besonders wenn der Muttermund tief in die Tasse ragt und Platz wegnimmt.

  • Lösung: Leere die Tasse an den starken Tagen öfter, um ein Gefühl für das Fassungsvermögen zu bekommen.

Was du jetzt tun kannst: Versuche beim nächsten Mal, die Tasse etwas tiefer aufploppen zu lassen und sie dann erst in die endgültige Position zu schieben. Wenn das Problem dauerhaft besteht, könnte es sein, dass das Modell einfach nicht zu deiner Anatomie passt (Länge, Härte oder Durchmesser).

Ein kleiner Tipp: Benutze zur Sicherheit eine Stoffspieleinlage oder ein Backup, bis du den Dreh mit deinem Modell wirklich raus hast!

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