Wie verhindere ich, dass die App mehrfach denselben Beleg speichert?
- Einführung
- Eindeutige Identifikation von Belegen
- Prüfung vor dem Speichern
- Transaktionen und atomare Operationen
- Datenbankschema mit eindeutigen Constraints
- Softwareseitige Maßnahmen zur Vermeidung mehrfacher Speicherung
- Erkennung von Duplikaten anhand von Inhaltsvergleich
- Zusammenfassung
Einführung
Das Speichern von mehrfach identischen Belegen in einer App kann zu Dateninkonsistenzen, redundanter Datenhaltung und Verwirrung bei der Weiterverarbeitung führen. Um diese Probleme zu vermeiden, ist es wichtig, geeignete Mechanismen einzuführen, die erkennen, ob ein Beleg bereits gespeichert wurde, und so eine doppelte Speicherung verhindern.
Eindeutige Identifikation von Belegen
Der erste Schritt besteht darin, jedem Beleg eine eindeutige Kennung zuzuordnen. Dies kann eine Nummer, ein Barcode, eine Kombination aus Datum, Uhrzeit und Belegnummer oder eine automatisch generierte eindeutige ID sein. Diese ID dient als Schlüssel, anhand dessen überprüft wird, ob der Beleg bereits in der Datenbank vorhanden ist. Ohne eine solche eindeutige Identifikation ist es sehr schwierig, Duplikate zu erkennen.
Prüfung vor dem Speichern
Beim Speichern eines neuen Belegs sollte die App vorab prüfen, ob ein Beleg mit der gleichen eindeutigen ID bereits existiert. Diese Prüfung erfolgt meist durch eine Datenbankabfrage, die überprüft, ob die ID bereits vorhanden ist. Falls ja, kann die App entweder das Speichern verweigern, den Nutzer informieren oder den vorhandenen Beleg aktualisieren – je nach Anforderung. Auf diese Weise wird eine doppelte Anlage desselben Belegs vermieden.
Transaktionen und atomare Operationen
Um auch bei parallelen Zugriffen auf die Anwendung eine konsistente Datenhaltung zu sichern, sollten die Datenbankoperationen innerhalb von Transaktionen durchgeführt werden. Eine Transaktion stellt sicher, dass die Prüfung und das Speichern des Belegs als ununterbrochene Einheit behandelt werden. Das verhindert Race Conditions, bei denen zwei Prozesse gleichzeitig prüfen und speichern, wodurch Duplikate entstehen könnten. Viele relationale Datenbanken bieten hierfür Mechanismen wie Sperren oder eindeutige Constraints.
Datenbankschema mit eindeutigen Constraints
Um die doppelte Speicherung zusätzlich auf Datenbankebene zu verhindern, empfiehlt es sich, auf die entsprechende Spalte (zum Beispiel die Beleg-ID) einen UNIQUE-Constraint zu setzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Datenbank selbst keine doppelten Einträge zulässt. Sollte dennoch versucht werden, einen doppelten Eintrag anzulegen, schlägt die Operation fehl und kann in der App entsprechend abgefangen werden, um den Nutzer zu informieren.
Softwareseitige Maßnahmen zur Vermeidung mehrfacher Speicherung
Neben der Datenbankabsicherung kann die App auch durch Benutzerführung Doppelungen vermeiden. Zum Beispiel kann die App nach dem sogenannten "Speichern"-Klick den Speichern-Button deaktivieren oder einen Ladezustand anzeigen, bis die Operation abgeschlossen ist. So wird verhindert, dass Nutzer durch mehrfaches Drücken des Buttons dieselbe Beleganlage mehrmals auslösen. Außerdem kann bei mehrfacher Scan-Erkennung ein Hinweis eingeblendet werden, dass der Beleg bereits erfasst wurde.
Erkennung von Duplikaten anhand von Inhaltsvergleich
In manchen Fällen steht keine eindeutige ID zur Verfügung oder es besteht die Gefahr, dass dieselben Belege mit unterschiedlichen IDs erfasst werden. Hier kann die App Inhalte oder Metadaten des Belegs miteinander vergleichen, etwa Beträge, Datum, Rechnungsnummern und weitere charakteristische Merkmale. Mit sogenannten Hash-Funktionen oder Ähnlichkeitsalgorithmen kann geprüft werden, ob ein eingehender Beleg einem bereits gespeicherten ähnelt. Dies erfordert aber deutlich mehr Rechenaufwand und komplexere Logik und ist häufig für einfache Anwendungen nicht notwendig.
Zusammenfassung
Die Verhinderung mehrfacher Speicherung eines Belegs in einer App erfordert eine Kombination aus eindeutiger Identifikation, vorangestellter Prüfung, Datenbankconstraints sowie geeigneter Benutzerführung. Durch den Einsatz von Transactions und eindeutigen Datenbank-Constraints wird eine robuste Basis geschaffen, während die UI/UX-Maßnahmen verhindern, dass der Nutzer unbeabsichtigt mehrfach speichert. Ergänzend kann bei Bedarf auch eine inhaltliche Duplikaterkennung implementiert werden, um auch bei fehlenden eindeutigen IDs eine hohe Datenqualität sicherzustellen.
