Wie sichere ich die Verbindung in der Microsoft Remote Desktop App mit VPN oder zusätzlicher Verschlüsselung ab?

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  1. Grundlagen der Remote Desktop Verbindungssicherheit
  2. Absicherung durch VPN (Virtual Private Network)
  3. Zusätzliche Verschlüsselung und Sicherheitsoptionen der Remote Desktop App
  4. Fazit

Grundlagen der Remote Desktop Verbindungssicherheit

Die Microsoft Remote Desktop App ermöglicht den Zugriff auf entfernte Computer, indem sie die Remote Desktop Protocol (RDP)-Verbindung verwendet. Standardmäßig ist das RDP-Protokoll zwar verschlüsselt, jedoch kann es risikoreich sein, eine solche Verbindung direkt über das Internet herzustellen. Daher ist es empfehlenswert, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um die Verbindung vor unbefugtem Zugriff oder Überwachung zu schützen.

Absicherung durch VPN (Virtual Private Network)

Eine gängige und effektive Methode, um die Sicherheit bei der Nutzung der Remote Desktop App zu erhöhen, ist die Verwendung eines VPN. Ein VPN stellt zunächst eine gesicherte, verschlüsselte Verbindung zwischen dem Client-Rechner und dem Firmennetzwerk oder dem Zielnetzwerk her. Durch dieses virtuelle private Netzwerk werden alle Datenpakete einschließlich der RDP-Verbindung durch einen verschlüsselten Tunnel geleitet, sodass Dritte keinen Zugriff darauf erhalten können.

Um das VPN einzurichten, benötigen Sie entweder eine VPN-Software, die vom Firmen- oder Netzwerkadministrator bereitgestellt wird, oder Sie nutzen einen externen VPN-Dienst. Sobald die VPN-Verbindung hergestellt ist, können Sie die Microsoft Remote Desktop App wie gewohnt verwenden. Die App selbst benötigt dabei keine speziellen Einstellungen zur Verschlüsselung, da das VPN bereits den gesamten Datenverkehr sichert.

Zusätzliche Verschlüsselung und Sicherheitsoptionen der Remote Desktop App

Neben der VPN-Nutzung bietet die Microsoft Remote Desktop App einige Einstellungen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. In den erweiterten Verbindungsoptionen kann zum Beispiel die Authentifizierung auf Netzwerkebene (Network Level Authentication, NLA) aktiviert werden. NLA stellt sicher, dass sich Benutzer vor dem vollständigen Aufbau der RDP-Sitzung authentifizieren, was das Risiko von unbefugten Zugriffen deutlich reduziert.

Weiterhin unterstützt das RDP-Protokoll standardmäßig Verschlüsselungen mit TLS (Transport Layer Security). Die Verwendung von TLS sorgt dafür, dass die Datenübertragung verschlüsselt ist und Manipulationen oder Abhören erschwert werden. Um TLS einzusetzen, sollte sichergestellt werden, dass der Remote Desktop Host korrekt konfiguriert ist und über ein gültiges Serverzertifikat verfügt.

Für Unternehmen empfiehlt es sich, Remote Desktop-Verbindungen nur über interne Netzwerke oder abgesicherte Tunnel (z. B. VPN) zuzulassen und gegebenenfalls über Firewalls einzuschränken, welche Clients sich verbinden dürfen. Auch die Implementierung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) kann die Sicherheit weiter erhöhen, indem neben dem Passwort eine zusätzliche Verifizierung für den Zugriff erforderlich wird.

Fazit

Um die Verbindung mit der Microsoft Remote Desktop App bestmöglich abzusichern, sollte zuerst eine VPN-Verbindung genutzt werden, die den gesamten Datenverkehr verschlüsselt und vor fremden Zugriffen schützt. Ergänzend können die Sicherheitseinstellungen der App und des RDP-Protokolls so konfiguriert werden, dass Authentifizierung auf Netzwerkebene und TLS-Verschlüsselung verwendet werden. Letztlich ist eine Kombination aus VPN, starken Zugangsdaten, modernen Verschlüsselungsverfahren und gegebenenfalls weiteren Sicherheitsmechanismen wie 2FA ratsam, um eine sichere Remote Desktop Nutzung zu gewährleisten.

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