Wie lassen sich bestimmte Ordner oder Dateien vom Backup ausschließen?

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  1. Einleitung
  2. Ausschluss in Backup-Software
  3. Ausschluss über Konfigurationsdateien
  4. Betriebssystem-spezifische Möglichkeiten
  5. Tipps zur Planung von Ausschlüssen
  6. Fazit

Einleitung

Beim Erstellen von Backups kann es sinnvoll sein, bestimmte Ordner oder Dateien vom Sicherungsprozess auszuschließen. Dies verringert die Größe des Backups, beschleunigt die Durchführung und stellt sicher, dass nur relevante Daten gesichert werden. Die Vorgehensweise hängt dabei stark von der verwendeten Backup-Software oder dem Betriebssystem ab.

Ausschluss in Backup-Software

Viele Backup-Programme bieten benutzerfreundliche Optionen zum Ausschließen von Dateien oder Ordnern. In der Regel wird innerhalb der Software eine Funktion bereitgestellt, bei der man spezifische Pfade eingeben oder markieren kann, die nicht im Backup enthalten sein sollen. Oft gibt es dafür eine Liste oder ein Menü mit Ausschluss oder Exclude. Dort lassen sich entweder einzelne Dateien, ganze Verzeichnisse oder anhand von Dateitypen oder Mustern Dateien ausschließen, etwa durch Verwendung von Wildcards oder regulären Ausdrücken.

Ausschluss über Konfigurationsdateien

Bei manchen Backuplösungen, insbesondere bei Kommandozeilen-Tools wie rsync oder tar, geschieht der Ausschluss über Konfigurationsdateien oder Kommandozeilenoptionen. Beispielsweise kann man für rsync die Option --exclude=Pfad oder eine separate Ausschlussdatei verwenden. Darin werden Pfade oder Muster definiert, die das Programm beim Kopieren der Daten ignorieren soll. Diese Methode ermöglicht sehr flexible und feinkörnige Ausschlussregeln, etwa um temporäre Dateien oder Logs vom Backup auszunehmen.

Betriebssystem-spezifische Möglichkeiten

Unter Windows bieten Programme wie die in Windows integrierte Sicherungsfunktion oder Drittanbieter Tools oft grafische Oberflächen, in denen man Ordner vom Backup abwählen kann. Linux-Nutzer hingegen arbeiten oft mit Skripten oder Tools wie tar und rsync. Hier können Ausschlussregeln z.B. in Form von ".backupignore"-Dateien oder durch Angabe von Parametern gesetzt werden, um bestimmte Verzeichnisse wie temporäre Ordner oder Cache-Verzeichnisse auszuschließen.

Tipps zur Planung von Ausschlüssen

Es empfiehlt sich, vor dem Ausschließen genau zu prüfen, welche Dateien oder Ordner wirklich nicht benötigt werden. Häufig zählen dazu temporäre Dateien, Cache-Verzeichnisse, lokale Entwicklungsumgebungen oder Systemordner, die jederzeit neu erzeugt werden können. Ein umfangreiches Backup, das unnötige Daten mit sich führt, verbraucht unnötig Speicherplatz und Zeit. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass keine wichtigen Daten versehentlich ausgeschlossen werden, um Datenverlust zu vermeiden.

Fazit

Das Ausschließen bestimmter Dateien oder Ordner von Backups ist ein effektives Mittel, um Backups effizienter zu gestalten. Die Umsetzung erfolgt entweder durch entsprechende Einstellungen in Backup-Programmen, durch Nutzung von Ausschlussparametern bei Kommandozeilen-Tools oder über Konfigurationsdateien. Wichtig ist, die jeweiligen Möglichkeiten der eingesetzten Software zu kennen und die Ausschlussregelungen sorgfältig zu definieren.

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