Wie können Benutzer eigene Module und Inhalte in der FoundryVTT App integrieren?

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  1. Grundlagen der Modulintegration in FoundryVTT
  2. Vorbereitung und Struktur eines eigenen Moduls
  3. Installation und Aktivierung eigener Module in FoundryVTT
  4. Integration eigener Inhalte wie Welten, Abenteuer und Objekte
  5. Technische Anforderungen und Tipps für erfolgreiche Integration
  6. Fazit

Grundlagen der Modulintegration in FoundryVTT

Foundry Virtual Tabletop (FoundryVTT) ist eine hochgradig anpassbare Plattform, die es Nutzern ermöglicht, eigene Module und Inhalte einzubinden, um das Spielerlebnis zu erweitern und den Bedürfnissen der jeweiligen Spielgruppe anzupassen. Die Integration eigener Module erfolgt dabei in der Regel über das interne Module-System von FoundryVTT. Ein Modul ist grundsätzlich eine Sammlung von Skripten, Stylesheets, Konfigurationsdateien und weiteren Assets, die das Verhalten des Spielsystems beeinflussen oder neue Funktionen bereitstellen.

Vorbereitung und Struktur eines eigenen Moduls

Um ein eigenes Modul für FoundryVTT zu erstellen, sollten Benutzer zunächst eine Ordnerstruktur anlegen, die sämtliche Modulressourcen umfasst. Diese Struktur enthält typischerweise eine module.json-Datei, welche als Manifest wirkt und grundlegende Informationen wie den Namen, die Version, die Beschreibung und die Pfade zu Skripten und Stylesheets definiert. Neben dieser Datei beinhaltet der Modulordner auch JavaScript-Dateien für die Funktionalität, CSS-Dateien für das Design und gegebenenfalls weitere Ressourcen wie Bilder, Sounds oder Datenbankeinträge.

Die module.json ist essenziell, da FoundryVTT sie beim Start oder während des Updates eines Moduls ausliest, um dessen Inhalte korrekt einzubinden. Außerdem ermöglicht sie die Konfiguration von Einstellungen, welche Nutzer über die Benutzeroberfläche anpassen können.

Installation und Aktivierung eigener Module in FoundryVTT

Nach Fertigstellung des Moduls können Benutzer dieses auf zwei Arten in FoundryVTT integrieren. Zum einen lässt sich der Modulordner direkt im Foundry-Installationsverzeichnis unter Data/modules ablegen. Alternativ können Module über die Benutzeroberfläche von FoundryVTT hochgeladen werden, sofern eine entsprechende Option oder ein Hosting-Service vorhanden ist.

Im Modulverwaltungsbereich der FoundryVTT-Oberfläche kann der Nutzer das Modul anschließend sehen und durch Aktivieren der Checkbox für die aktuell verwendete Welt oder global freischalten. Nach der Aktivierung lädt FoundryVTT die Skripte und Assets des Moduls beim Start oder beim Neuladen der Spielwelt.

Integration eigener Inhalte wie Welten, Abenteuer und Objekte

Neben Modulen können Benutzer auch eigene Welten, Abenteuer oder spezielle Objekte in FoundryVTT einbringen. Welten sind separate Spielumgebungen, die eine Sammlung von Karten, Akteuren, Items und Szenen darstellen. Diese werden in den Data/worlds-Ordner gelegt und über das Weltenmanagement in Foundry geladen.

Abenteuer und Kampagnen können als Teil von Welten organisiert oder auch als eigenständige Module zur Verfügung gestellt werden, je nachdem ob die Inhalte als wiederverwendbare Module oder als Weltpakete gedacht sind. Individuelle Objekte wie Charakterbögen, Items und Szenen können innerhalb einer Welt erstellt und exportiert oder über API-Skripte und Module neu definiert werden.

Technische Anforderungen und Tipps für erfolgreiche Integration

Das Entwickeln eigener Module erfordert Grundkenntnisse in Webtechnologien, insbesondere JavaScript, HTML und CSS, da FoundryVTT auf Electron basiert und überwiegend webbasierte Ressourcen nutzt. Außerdem ist es ratsam, die offizielle FoundryVTT-Dokumentation und Community-Ressourcen zu verwenden, um mit API-Schnittstellen und Best Practices vertraut zu werden.

Regelmäßiges Testen während der Entwicklung, eine saubere Versionskontrolle und modularer, gut kommentierter Code erleichtern die Wartung und Erweiterung eigener Inhalte. Dabei sollte beachtet werden, dass inkompatible oder fehlerhafte Module die Stabilität von FoundryVTT beeinträchtigen können, weshalb vor allem bei produktiven Spielrunden stets ein Backup empfohlen wird.

Fazit

Das Einbinden eigener Module und Inhalte in FoundryVTT ist durch das flexible und offen gestaltete Modulsystem gut möglich. Über die Erstellung eines strukturierten Modulordners mit einer korrekt konfigurierten module.json-Datei, das Platzieren der Dateien im Modulverzeichnis sowie die anschließende Aktivierung im Foundry-Interface können Nutzer ihre persönlich gestalteten Erweiterungen kompatibel machen. Gleichzeitig erlaubt FoundryVTT durch seine API umfangreiche Anpassungsoptionen, die sowohl von Hobby-Entwicklern als auch von erfahrenen Programmierern intensiv genutzt werden können, um das virtuelle Spielerlebnis maßgeschneidert zu gestalten.

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