Wie kann man Windows Defender mit CMD deaktivieren?
- Einleitung
- Windows Defender deaktivieren über die Eingabeaufforderung (CMD)
- Deaktivierung des Echtzeitschutzes per CMD
- Dauerhafte Deaktivierung über Gruppenrichtlinien
- Wichtige Hinweise
- Zusammenfassung
Einleitung
Windows Defender ist das integrierte Antivirenprogramm von Microsoft Windows und bietet grundlegenden Schutz vor Schadsoftware. In bestimmten Situationen kann es jedoch notwendig sein, Windows Defender vorübergehend oder dauerhaft zu deaktivieren, beispielsweise bei der Installation spezieller Software oder zur Fehlerbehebung. Eine Möglichkeit, Windows Defender zu deaktivieren, besteht über die Eingabeaufforderung (CMD).
Windows Defender deaktivieren über die Eingabeaufforderung (CMD)
Um Windows Defender über die CMD zu deaktivieren, sind Administratorrechte erforderlich, da Änderungen an Sicherheitseinstellungen vorgenommen werden. Die Eingabeaufforderung muss daher als Administrator gestartet werden.
Es gibt verschiedene Methoden, um Windows Defender zu deaktivieren. Eine davon ist die Verwendung von PowerShell-Befehlen über die CMD oder direkt in der PowerShell. Eine direkte Deaktivierung des Echtzeitschutzes erfolgt meistens über die Windows-Richtlinien oder die Registrierung. Über die CMD lassen sich Einstellungen mit dem Tool sc oder reg verändern, oder mittels Gruppenrichtlinien-Konfiguration (gpedit.msc), die ebenfalls über Befehle aktiviert werden kann.
Deaktivierung des Echtzeitschutzes per CMD
Der Echtzeitschutz von Windows Defender kann vorübergehend mit folgendem PowerShell-Befehl ausgeschaltet werden, welcher auch über die CMD mit dem Aufruf von PowerShell ausgeführt werden kann:
powershell -Command "Set-MpPreference -DisableRealtimeMonitoring $true"Dieser Befehl schaltet den Echtzeitschutz aus, allerdings nur temporär. Beim nächsten Systemstart wird der Schutz in der Regel wieder aktiviert.
Dauerhafte Deaktivierung über Gruppenrichtlinien
Für eine dauerhafte Deaktivierung von Windows Defender kann man die Gruppenrichtlinien anpassen. Über die Eingabeaufforderung lassen sich die entsprechenden Richtlinien mit dem Befehl reg in der Registrierung setzen. Beispiel:
reg add "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender" /v DisableAntiSpyware /t REG_DWORD /d 1 /f
reg add "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender" /v DisableAntiSpyware /t REG_DWORD /d 1 /f
Mit diesem Befehl wird der Wert DisableAntiSpyware auf 1 gesetzt, was Windows Defender deaktiviert. Auch hier sind Administratorrechte zwingend notwendig. Nach der Änderung ist meist ein Neustart erforderlich, damit diese wirksam wird.
Wichtige Hinweise
Es sollte mit Vorsicht vorgegangen werden, wenn Windows Defender deaktiviert wird, da das System ohne Schutz anfälliger für Malware und Viren wird. Es empfiehlt sich, den Schutz nur dann auszuschalten, wenn wirklich nötig, und anschließend entweder einen anderen Virenschutz zu aktivieren oder Windows Defender wieder zu aktivieren.
Zusammenfassung
Windows Defender lässt sich über die Eingabeaufforderung (CMD) durch PowerShell-Befehle vorübergehend deaktivieren oder durch das Setzen von Registrierungseinträgen dauerhaft ausschalten. Administratorrechte sind dafür notwendig, und Änderungen sollten mit Bedacht durchgeführt werden. Der Echtzeitschutz ist mit dem Befehl Set-MpPreference kurzfristig abschaltbar, während eine dauerhafte Deaktivierung über die Registrierung mittels reg add erfolgt.
