Wie kann ich Spieleinstellungen in Lutris exportieren oder importieren?
- Einführung in das Speichern der Spieleinstellungen
- Export der Spieleinstellungen
- Import der Spieleinstellungen
- Zusätzliche Tipps
- Fazit
Einführung in das Speichern der Spieleinstellungen
Lutris speichert Spieleinstellungen und Konfigurationen nicht zentral in einer einfachen Exportfunktion. Stattdessen werden die Einstellungen für jedes Spiel individuell in den jeweiligen Konfigurationsdateien, im Wine-Präfix (bei Windows-Spielen) oder in der Laufzeitumgebung abgelegt. Dadurch ist ein direkter Export oder Import meist ein manueller Prozess, der das Kopieren bestimmter Dateien oder Ordner beinhaltet.
Export der Spieleinstellungen
Um die Spieleinstellungen eines bestimmten Spiels zu exportieren, muss man zunächst den Installationsordner dieses Spiels in Lutris identifizieren. Diesen findet man, indem man in Lutris das entsprechende Spiel auswählt, mit der rechten Maustaste auf Einstellungen klickt und dann im Reiter Runner options den Pfad zum Wine-Präfix oder den externen Laufzeitordner einsehen kann. Bei nativen Linux-Spielen oder Emulator-Systemen können die Konfigurationsordner auch an anderen Orten liegen, etwa im Home-Verzeichnis unter ~/.config oder ähnlichen Pfaden.
Hat man den Ordner gefunden, gehören meist die Dateien darin zu den Konfigurations- und Speicherdateien des Spiels. Für Windows-Spiele ist das Wine-Präfix, ein Ordner im Format ~/.local/share/lutris/runners/wine/ oder ein projektbezogener Ordner, entscheidend. Dort sind sämtliche Registry-Einstellungen, Konfigurationsdateien und Spielstände hinterlegt.
Der Export besteht also darin, diesen gesamten Ordner (den Wine-Präfix oder das Spielverzeichnis) an einen sicheren Ort zu kopieren, um die Einstellungen und Spielstände zu sichern.
Import der Spieleinstellungen
Für den Import kopiert man die zuvor gesicherten Konfigurationsordner wieder zurück an den jeweiligen Originalort oder in ein neues Wine-Präfix, falls das Spiel auf einem anderen System oder nach einer Neuinstallation benutzt wird. Dabei ist darauf zu achten, dass die Ordnerstruktur exakt erhalten bleibt, damit Lutris und das Spiel die Dateien erkennen.
Sollten beim Import die Pfade der Laufzeitumgebung oder die Wine-Versionen unterschiedlich sein, kann es nötig sein, die Einstellungen innerhalb von Lutris anzupassen. Dazu öffnet man die Spiel-Einstellungen und passt die Pfade oder Runner-Optionen entsprechend an. Damit ist sichergestellt, dass das Spiel mit den importierten Einstellungen korrekt gestartet wird.
Zusätzliche Tipps
Wenn man viele Spieleinstellungen sichern möchte, empfiehlt sich ein Backup der gesamten Lutris-Datenbank, welche sich meist in ~/.local/share/lutris/games/ befindet. Dort sind die Spieldefinitionen und individuelle Konfigurationen in YAML- oder JSON-Form abgelegt, allerdings enthalten diese nicht unbedingt alle Spieldaten oder Wine-Präfixe. Ein vollständiges Backup kombiniert am besten die Lutris-Datenbank mit den individuellen Spielverzeichnissen.
Für komplexe Umgebungen oder wenn man Einstellungen zwischen verschiedenen Rechnern synchronisieren möchte, kann man auch Werkzeuge wie rsync verwenden, um die notwendigen Verzeichnisse automatisch zu kopieren und aktuell zu halten.
Fazit
Lutris bietet keine direkte Export/Import-Funktion für Spieleinstellungen über die Benutzeroberfläche an. Der Prozess basiert auf dem manuellen Kopieren und Wiederherstellen der jeweiligen Konfigurationsordner und Wine-Präfixe. Wer seine Spieleinstellungen sichern oder auf einen anderen Rechner übertragen möchte, sollte immer die jeweiligen Datenordner identifizieren und sorgfältig sichern, um einen reibungslosen Import zu gewährleisten.
