Wie kann ich PuTTY so konfigurieren, dass es automatisch meine Sitzung speichert?

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  1. Einleitung
  2. Voreinstellungen und gespeicherte Sitzungen anlegen
  3. Sitzung automatisch laden beim Start von PuTTY
  4. Sitzung beim Beenden überschreiben (automatisches Speichern von Änderungen)
  5. Profile/Standardwerte konfigurieren
  6. Empfehlung und Fazit

Einleitung

PuTTY merkt sich Voreinstellungen und gespeicherte Sitzungen, aber es speichert nicht automatisch jede Sitzung, die Sie manuell öffnen, unter einem Namen. Sie können aber so konfigurieren, dass Ihre häufig genutzten Verbindungen automatisch verfügbar sind, oder Sie können Sitzungsparameter beim Beenden automatisch in einer gespeicherten Sitzung überschreiben lassen. Im Folgenden erkläre ich die wichtigsten Schritte und Optionen.

Voreinstellungen und gespeicherte Sitzungen anlegen

Starten Sie PuTTY. Im Hauptfenster geben Sie unter "Host Name (or IP address)" die Zieladresse ein und passen Sie alle Verbindungsoptionen an (Port, Verbindungstyp, Terminal-Einstellungen, Schriftart, Farben etc.). Im Feld "Saved Sessions" geben Sie einen Namen für diese Konfiguration ein. Um diese Einstellung dauerhaft zu speichern, klicken Sie auf "Save". Die Sitzung erscheint danach in der Liste und kann per Doppelklick oder Auswahl + "Load" gestartet werden.

Sitzung automatisch laden beim Start von PuTTY

Sitzung beim Beenden überschreiben (automatisches Speichern von Änderungen)

PuTTY selbst bietet keine Option, die beim Schließen automatisch geänderte Einstellungen wieder in die gespeicherte Session zu schreiben. Es gibt jedoch zwei praktische Ansätze: Entweder verwenden Sie PuTTY-Frontend-Tools (z. B. PuTTY Connection Manager, mRemoteNG) die zusätzliche Funktionen zum automatischen Speichern bieten, oder Sie nutzen die Windows-Registry/Export-Funktionen, um Sitzungen programmgesteuert zu aktualisieren. Für einfache automatische Updates können Sie eine kleine Batch- oder PowerShell-Datei schreiben, die mithilfe von plink oder reg.exe die gewünschte Konfiguration in die Registry schreibt und anschließend putty mit -load startet.

Profile/Standardwerte konfigurieren

Viele Einstellungen, die Sie für alle Sitzungen gleich haben möchten (z. B. Farben, Schriftart, Terminal-Einstellungen), können Sie in einer Default-Session speichern. Laden Sie "Default Settings", passen Sie die Optionen an und klicken Sie auf "Save". Neue Sitzungen erben diese Default-Einstellungen, wodurch Sie weniger häufig manuell speichern müssen.

Empfehlung und Fazit

Für die meisten Anwender ist das aktive Anlegen und Speichern benannter Sessions ausreichend: Einstellungen vornehmen, Namen eingeben, "Save" klicken. Wenn Sie eine vollautomatische Persistenz beim Schließen benötigen, lohnt sich die Verwendung eines erweiterten Session-Managers oder eines Skripts, das Registry-Einträge aktualisiert. Die Kombination aus Default-Session für generelle Einstellungen und benannten Sitzungen für spezifische Server bietet in der Praxis die beste Balance zwischen Komfort und Kontrolle.

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