Wie kann ich in Charles Proxy Session-Daten filtern und exportieren?
Filtern der Session-Daten in Charles Proxy
Charles Proxy bietet verschiedene Möglichkeiten, um die aufgezeichneten Session-Daten effizient zu filtern und nur die gewünschten HTTP- und HTTPS-Anfragen anzuzeigen. Die grundlegende Methode dazu ist die Nutzung des Filters, der sich oberhalb der Sessions-Liste befindet. Dort kann man nach spezifischen Textmustern in URLs, Headern oder anderen Eigenschaften suchen. Zum Beispiel kann man einen bestimmten Hostnamen oder Dateityp eingeben, um nur relevante Einträge anzuzeigen.
Für komplexere Filter bietet Charles die Möglichkeit, sogenannte Breakpoints zu setzen oder Regeln zu erstellen, mit denen nur bestimmte Anfragen erfasst oder hervorgehoben werden. Unter dem Menü Filter kann man zusätzliche Kriterien wie HTTP-Statuscodes, Methoden (GET, POST etc.) oder Inhalte festlegen.
Außerdem existiert ein Reiter namens Structure, der Anfragen nach Domain oder Pfad organisiert darstellt – so lassen sich Sessions auch über die hierarchische Ansicht eingrenzen. Zusätzlich gibt es eine Suchfunktion, mit der man gezielt nach bestimmten Parametern, Cookies oder Header-Informationen suchen kann.
Exportieren der gefilterten Sessions
Nachdem man die gewünschte Auswahl an Session-Daten mit Hilfe der Filtermethoden eingegrenzt hat, kann man diese Daten für weitere Analysen oder Archivierungen exportieren. Charles unterstützt verschiedene Exportformate wie .chls (Charles Session File), .har (HTTP Archive) oder auch reine Text-/CSV-Formate.
Um einen Export durchzuführen, wählt man in der Sessions-Liste die Einträge aus, die man speichern möchte. Das kann man durch Markieren einzelner oder mehrerer Einträge mit der Maus oder den üblichen Tastenkombinationen (Shift+Klick, Strg/Cmd+Klick) tun. Anschließend klickt man im Menü auf File > Export Session... oder führt einen Rechtsklick auf die Auswahl durch und wählt Export.
Im sich öffnenden Dialog kann man dann das gewünschte Format auswählen. Möchte man beispielsweise die Daten im HAR-Format exportieren, was von vielen Web-Analyse-Tools unterstützt wird, wählt man HAR aus und gibt den Speicherort an. Falls man das proprietäre Charles-Format .chls nutzt, bleiben alle Metadaten und Session-Details erhalten, was für spätere Analysen innerhalb von Charles nützlich ist.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einzelne Request- oder Response-Daten als Text oder Binärdatei zu speichern, indem man im unteren Fensterbereich rechtsklickt und Save Response... oder Save Request... auswählt.
Zusammenfassung
Das Filtern der Session-Daten in Charles Proxy erfolgt über die Suchleiste, die Filtereinstellungen und die Strukturansicht, um die Menge an aufgezeichnetem Traffic überschaubar zu machen. Der anschließende Export erlaubt es, die ausgewählten Daten in verschiedenen Formaten zu speichern, was den Umgang und die Weiterverarbeitung vereinfacht. So lassen sich Charles Sessions gezielt analysieren, teilen oder archivieren.
