Wie exportiere ich aufgezeichnete Sessions aus Charles Proxy als HAR-Datei?

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  1. Einleitung
  2. Vorbereitung und Voraussetzungen
  3. Session auswählen
  4. Exportprozess starten
  5. Datei speichern und Optionen konfigurieren
  6. Überprüfung der exportierten HAR-Datei
  7. Zusammenfassung

Einleitung

Charles Proxy ist ein beliebtes Tool zur Analyse von HTTP- und HTTPS-Traffic. Es erlaubt das Aufzeichnen von Netzwerksitzungen, was bei der Fehlersuche oder Performanceanalyse sehr hilfreich sein kann. Häufig besteht die Notwendigkeit, die aufgezeichneten Daten in einem standardisierten Format zu speichern und weiterzugeben. Das HTTP Archive Format, besser bekannt als HAR-Datei, ist ein solcher Standard, der von vielen Entwicklertools unterstützt wird. Dieser Leitfaden beschreibt ausführlich, wie man Sitzungen aus Charles Proxy als HAR-Datei exportiert.

Vorbereitung und Voraussetzungen

Damit der Export funktioniert, muss Charles Proxy selbstverständlich eine aktive oder gespeicherte Session mit aufgezeichnetem Netzwerkverkehr enthalten. Das bedeutet, Sie haben bereits den Traffic aufgenommen oder gespeicherte Aufzeichnungen geladen. Es ist auch wichtig sicherzustellen, dass Sie eine aktuelle Version von Charles Proxy benutzen, da ältere Versionen exportbezogene Funktionen eventuell nicht oder nur eingeschränkt bieten. Idealerweise sollte das Programm vollständig gestartet und die entsprechende Session sichtbar sein.

Session auswählen

Um die Session zu exportieren, öffnen Sie zunächst Charles Proxy und navigieren in der Hauptansicht zu den aufgezeichneten Sessions. Dort sehen Sie eine Liste der Requests, die während der Aufnahme erfasst wurden. Es ist möglich, entweder bestimmte Sessions oder die gesamte Aufzeichnung zu exportieren. Markieren Sie bei Bedarf einzelne Einträge oder wählen Sie den gesamten Sessionverlauf aus, den Sie exportieren möchten. Die Auswahl kann über Klicken und Ziehen oder über das Menü erfolgen.

Exportprozess starten

Sobald die Session oder das gewünschte Set von Requests ausgewählt ist, gehen Sie im Hauptmenü von Charles auf den Menüpunkt Datei (oder File in der englischen Version). Dort finden Sie den Eintrag Exportieren (bzw. Export). In dem sich öffnenden Untermenü wählen Sie die Option Export als HAR (oder Export as HAR). Wenn dieser Menüpunkt nicht sofort sichtbar ist, kann es sein, dass Sie zuerst eine Session auswählen müssen oder dass eine ältere Charles-Version genutzt wird, die das Format nicht direkt unterstützt.

Datei speichern und Optionen konfigurieren

Nach Auswahl des Exportformats wird ein Dialogfenster geöffnet, in dem Sie den Speicherort und den Dateinamen der HAR-Datei bestimmen können. Wählen Sie einen geeigneten Ordner aus und vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen, der auf den Inhalt oder das Datum der Session hinweist. In manchen Fällen bietet Charles zusätzliche Optionen zur Konfiguration des Exports an, etwa das Ein- oder Ausschließen von Cookies, Headern oder Antwortdaten. Prüfen Sie diese Einstellungen und passen Sie sie nach Bedarf an, um die Datenmenge oder -qualität Ihren Anforderungen entsprechend zu steuern.

Überprüfung der exportierten HAR-Datei

Nach dem Abschluss des Exportvorgangs ist die HAR-Datei auf Ihrem Rechner gespeichert. Es empfiehlt sich, die Datei zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie vollständig und korrekt exportiert wurde. Sie können dies zum Beispiel in Browser-Entwicklertools tun, die HAR-Dateien importieren und den Netzwerkverkehr visualisieren können. Alternativ gibt es Online-Tools oder spezialisierte Software, die HAR-Dateien analysieren. So haben Sie die Gewissheit, dass der Export erfolgreich war und die Daten für weitere Analysen oder den Datenaustausch bereitstehen.

Zusammenfassung

Der Export von Sessions aus Charles Proxy als HAR-Datei ist ein relativ einfacher Vorgang, der aber zunächst ein paar Schritte erfordert: Session auswählen, Menüpunkt für den Export als HAR finden, Speicherort bestimmen und schließlich die Datei überprüfen. Diese HAR-Datei kann dann vielseitig verwendet werden, zum Beispiel um Netzwerkanalysen in anderen Tools durchzuführen oder um Fehlerberichte mit umfassenden Daten zu garnieren.

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