Welche Einstellungen sollte ich bei OBS und Streamlabs für die Aufnahme verwenden?
- Einleitung zu OBS und Streamlabs
- Grundlegende Aufnahme-Einstellungen in OBS und Streamlabs
- Ausgabeformat und Kodierer
- Bitrate und Qualität der Aufnahme
- Auflösung und Bildrate einstellen
- Empfehlungen für Anfänger und Profis
- Fazit
Einleitung zu OBS und Streamlabs
OBS (Open Broadcaster Software) und Streamlabs sind zwei der beliebtesten Programme für das Live-Streaming und die Aufnahme von Videos. Beide bieten umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, die es erlauben, die Qualität der Aufnahmen an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen. Besonders wichtig sind dabei die Recording Settings, also die Aufnahme-Einstellungen, da sie Einfluss auf die Bildqualität, die Dateigröße und die Performance des Systems haben.
Grundlegende Aufnahme-Einstellungen in OBS und Streamlabs
Die Aufnahme-Einstellungen umfassen in erster Linie die Auswahl des Ausgabeformats, die Definition der Video-Bitrate, die Kodierungsmethode und die Wahl der Auflösung sowie der Bildrate. Für eine optimale Aufnahme sollte man stets darauf achten, dass die Hardware des Computers die gewählten Einstellungen auch unterstützt, um Ruckler oder Verzögerungen zu vermeiden.
Ausgabeformat und Kodierer
In beiden Programmen kann man das Ausgabeformat wählen, zum Beispiel MP4 oder MKV. MP4 ist weit verbreitet und kompatibel mit den meisten Schnittprogrammen, jedoch kann bei Abstürzen oder Fehlern die Datei unbrauchbar werden. MKV ist robuster gegenüber Abstürzen und kann später in MP4 umgewandelt werden. Beim Kodierer ist meist zwischen Software-Encoding (x264) und Hardware-Encoding (NVENC oder AMD VCE) zu wählen. Hardware-Encoding entlastet die CPU und ist besonders empfehlenswert, wenn die GPU leistungsstark genug ist.
Bitrate und Qualität der Aufnahme
Die Bitrate bestimmt maßgeblich die Qualität der Videoaufnahmen. Eine höhere Bitrate führt zu besseren Bilddetails, benötigt aber mehr Speicherplatz. Für Full-HD-Aufnahmen (1080p) bei 30 oder 60 FPS sind Bitraten zwischen 15.000 und 50.000 Kbps üblich. Streamlabs und OBS bieten zudem die Möglichkeit, die Qualität über eine CRF (Constant Rate Factor) Einstellung zu steuern, was besonders bei x264-Kodierung genutzt wird, um eine konstante Bildqualität zu gewährleisten.
Auflösung und Bildrate einstellen
Die Aufnahme sollte in der nativen Auflösung des Monitors oder der Spiele erfolgen, häufig also 1920x1080 Pixel. Wer eine höhere Auflösung hat, kann diese bei leistungsfähiger Hardware auch aufnehmen. Die Bildrate (Frames per Second, FPS) wird meist auf 30 oder 60 FPS gesetzt. Höhere Bildraten sorgen für flüssigere Bewegungen, erhöhen aber gleichzeitig die Anforderungen an das System und die Dateigröße.
Empfehlungen für Anfänger und Profis
Für Einsteiger empfiehlt es sich meist, mit MP4 als Ausgabeformat, der Hardware-Kodierung NVENC und einer Bitrate von circa 20.000 Kbps bei 1080p und 30 FPS zu starten. So ist eine gute Bildqualität gewährleistet, ohne das System zu überlasten. Fortgeschrittene Nutzer können experimentieren, etwa mit CRF-Einstellungen, höheren Bitraten oder 60 FPS, sofern die Hardware dies erlaubt. Auch die Aufnahme in MKV zur Sicherheit und anschließende Umwandlung ins MP4-Format ist sinnvoll.
Fazit
Die Recording Settings in OBS und Streamlabs sind flexibel und erlauben eine Anpassung genau an die persönlichen Bedürfnisse und die vorhandene Hardware. Wichtig ist eine Balance zwischen Qualität und Performance zu finden sowie das richtige Format und den passenden Kodierer auszuwählen. Mit den beschriebenen Einstellungen lassen sich qualitativ hochwertige Aufnahmen erstellen, die sowohl für den privaten Gebrauch als auch für professionelle Zwecke geeignet sind.
