Welche Dateiformate werden von Cryptomator verschlüsselt und gibt es Ausnahmen?
- Welche Dateiformate werden von Cryptomator verschlüsselt?
- Gibt es Ausnahmen bei der Verschlüsselung von Dateiformaten?
- Fazit
Welche Dateiformate werden von Cryptomator verschlüsselt?
Cryptomator ist eine Open-Source-Verschlüsselungssoftware, die für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Dateien in Cloud-Speichern entwickelt wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verschlüsselungslösungen oder Container-basierten Systemen (wie VeraCrypt) verschlüsselt Cryptomator nicht nur bestimmte Dateitypen, sondern kann grundsätzlich alle Dateiformate schützen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Dokumente, Bilder, Videos, Datenbanken oder ausführbare Dateien handelt. Die Software arbeitet auf Ordnerebene, indem sie einen sogenannten Tresor anlegt, in dem alle gespeicherten Daten automatisch verschlüsselt abgelegt werden. Somit verschlüsselt Cryptomator sämtliche Dateien, die in diesem Tresor gespeichert werden, unabhängig vom Dateiformat.
Gibt es Ausnahmen bei der Verschlüsselung von Dateiformaten?
Grundsätzlich gibt es bei Cryptomator keine Ausnahmen hinsichtlich der Dateitypen, da die Software jeden im Tresor abgelegten Inhalt verschlüsselt. Allerdings gibt es einige praktische Aspekte und Besonderheiten zu beachten: Zum einen werden nicht nur Inhalte der Dateien verschlüsselt, sondern auch deren Dateinamen und Ordnerstrukturen. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Systemen, die oft nur den Inhalt, nicht aber die Meta-Daten schützen. Zum anderen gibt es jedoch keine native Unterstützung für das Verschlüsseln von unsichtbaren oder Systemdateien außerhalb des Tresors, da Cryptomator ausschließlich innerhalb seiner eigenen Tresorordner arbeitet. Dateien, die außerhalb des Tresors liegen, bleiben unverschlüsselt.
Weiterhin kann es in bestimmten Szenarien zu Einschränkungen kommen, etwa wenn Cloud-Dienste oder Betriebssysteme selbst spezielle Synchronisationsmechanismen einsetzen, die temporäre Dateien erstellen oder Dateien während der Synchronisation sperren. Diese Dateien werden zwar verschlüsselt, können jedoch aufgrund ihres Zustands vorübergehend nicht korrekt geöffnet oder synchronisiert werden. Zudem sollten Benutzer beachten, dass Cryptomator keine vollständige Verschlüsselung auf Systemebene bietet, und daher keine Dateien schützt, die außerhalb des definierten Tresors liegen.
Fazit
Cryptomator verschlüsselt prinzipiell alle in einem Tresor gespeicherten Dateien, unabhängig von ihrem Dateiformat. Es existieren keine Ausnahmen hinsichtlich der Dateitypen, die verschlüsselt werden können. Die Stärke liegt darin, dass sowohl Dateiinhalte als auch Dateinamen und Verzeichnisstrukturen umfänglich geschützt werden. Lediglich Dateien außerhalb des Tresors bleiben unverschlüsselt, was bei der Nutzung des Programms berücksichtigt werden muss.
