Was versteht man unter einem Reverse Lookup auf Linux und wie wird er durchgeführt?

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  1. Einführung in den Reverse Lookup
  2. Funktionsweise des Reverse Lookups auf Linux
  3. Durchführung eines Reverse Lookups auf Linux
  4. Praktisches Beispiel
  5. Zusammenfassung

Einführung in den Reverse Lookup

Ein Reverse Lookup bezeichnet die Umkehrung des üblichen Domain Name System (DNS) Prozesses. Während bei einem normalen DNS-Lookup ein Domainname in eine IP-Adresse aufgelöst wird, wird beim Reverse Lookup die IP-Adresse verwendet, um den dazugehörigen Domainnamen zu ermitteln. Dieses Verfahren ist besonders nützlich zur Überprüfung, welcher Host hinter einer bestimmten IP-Adresse steht, beispielsweise bei der Fehlersuche oder Sicherheitsanalysen.

Funktionsweise des Reverse Lookups auf Linux

Unter Linux erfolgt ein Reverse Lookup meist über spezielle DNS-Einträge, die sogenannten Pointer Records (PTR). Diese PTR-Einträge ordnen einer IP-Adresse einen Hostnamen zu. Man spricht auch von einer "reverse DNS zone", die speziell für IP-Adressen eingerichtet wird. Bei IPv4-Adressen geschieht dies im Bereich der "in-addr.arpa"-Domain. Für IPv6-Adressen wird die Domain "ip6.arpa" genutzt.

Durchführung eines Reverse Lookups auf Linux

Zur Durchführung eines Reverse Lookups stehen verschiedene Kommandozeilenwerkzeuge zur Verfügung. Das bekannteste Werkzeug ist nslookup, welches sowohl Vorwärts- als auch Rückwärtsabfragen an DNS-Server senden kann. Ein Beispiel für einen Reverse Lookup mit nslookup wäre die Eingabe der IP-Adresse als Parameter. Alternativ kann auch dig -x verwendet werden, wobei die Option -x angibt, dass eine Reverse-DNS-Abfrage durchgeführt wird. Beide Werkzeuge liefern als Ergebnis den Hostnamen, der mit der angegebenen IP-Adresse verknüpft ist, sofern ein entsprechender PTR-Eintrag vorhanden ist.

Praktisches Beispiel

Angenommen, man möchte den Hostnamen zu der IP-Adresse 8.8.8.8 herausfinden. Über das Terminal kann man folgenden Befehl eingeben:

dig -x 8.8.8.8 +short

Als Ausgabe erhält man dann den zugeordneten Domainnamen, beispielsweise dns.google.. Dieser Vorgang zeigt die direkte Verbindung zwischen IP-Adresse und Hostname und macht den Reverse Lookup ersichtlich.

Zusammenfassung

Der Reverse Lookup auf Linux ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Ermittlung von Hostnamen auf Basis von IP-Adressen. Durch die Verwendung von PTR-Einträgen und DNS-Anfragen lässt sich schnell und zuverlässig herausfinden, welcher Domainname hinter einer IP-Adresse steht. Die Kommandozeilenprogramme nslookup und dig sind dabei zentrale Hilfsmittel für die Durchführung dieser Abfragen.

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