Warum zeigt PuTTY die Fehlermeldung "unable to use key file (openssh ssh-2 private key (new format))" an?

Melden
  1. Hintergrund zum Problem
  2. Warum erkennt PuTTY das neue OpenSSH-Format nicht?
  3. Wie kann man den Schlüssel für PuTTY nutzbar machen?
  4. Konkretes Vorgehen zur Problemlösung
  5. Fazit

Wenn Sie versuchen, PuTTY mit einem privaten SSH-Schlüssel im OpenSSH-Format zu verwenden, kann die Fehlermeldung unable to use key file (openssh ssh-2 private key (new format)) erscheinen. Diese Meldung deutet darauf hin, dass PuTTY die Datei nicht im vorhandenen Format verarbeiten kann. PuTTY erwartet für private Schlüssel in der Regel das eigene Format, das sogenannten PuTTY Private Key Format (.ppk). Das bedeutet, dass Schlüssel, die im neuen OpenSSH-Format generiert wurden, zuerst konvertiert werden müssen, bevor PuTTY sie nutzen kann.

Hintergrund zum Problem

OpenSSH hat mit neueren Versionen ein neues Standardformat für private Schlüssel eingeführt, das OpenSSH SSH-2 private key (new format). Dieses Format ist sicherer und unterstützt moderne Verschlüsselungsverfahren, wird aber von älteren Tools oder Programmen ohne Updates nicht erkannt. PuTTY ist ein solches Tool, das standardmäßig keine Schlüssel im neuen OpenSSH-Format verarbeiten kann. Deshalb entsteht die Fehlermeldung beim Versuch, einen solchen Schlüssel direkt in PuTTY zu verwenden.

Warum erkennt PuTTY das neue OpenSSH-Format nicht?

PuTTY wurde ursprünglich so konzipiert, dass es Schlüssel im alten PEM-Format oder im eigenen PPK-Format verwendet. Das neue OpenSSH-Format unterscheidet sich grundlegend im Aufbau von diesen Formaten. Da PuTTY keine direkte Unterstützung für dieses neue Format bietet, benötigt es ein Umwandeln der Schlüsseldatei. Ohne diese Konvertierung bleibt PuTTY inkompatibel, was zu der Fehlermeldung führt.

Wie kann man den Schlüssel für PuTTY nutzbar machen?

Um den neuen OpenSSH-Schlüssel mit PuTTY zu verwenden, muss er in das PuTTY-eigene PPK-Format konvertiert werden. Dies geschieht am einfachsten mit PuTTYgen, einem Programm, das bei PuTTY mitgeliefert wird. Die Vorgehensweise ist dabei, die bestehende OpenSSH-Schlüsseldatei in PuTTYgen zu laden und anschließend als PPK-Datei zu speichern. Nach dieser Konvertierung kann PuTTY den Schlüssel problemlos verwenden.

Konkretes Vorgehen zur Problemlösung

Öffnen Sie PuTTYgen und wählen Sie die Option, einen privaten Schlüssel im OpenSSH-Format zu laden. Wenn das nicht direkt gelingt, sollte man sicherstellen, dass die OpenSSH-Schlüsseldatei nicht verschlüsselt oder mit einem Passwort versehen ist, welches PuTTYgen nicht automatisch verarbeitet. Nach dem Laden speichern Sie die Datei als .ppk. Anschließend kann diese Datei in PuTTY als privater Schlüssel hinterlegt werden. Sollte die Datei nicht geladen werden, ist es unter Umständen notwendig, den Schlüssel zunächst in ein älteres OpenSSH-Format zu konvertieren, z. B. mit dem Befehl:

ssh-keygen -p -m PEM -f ~/.ssh/id_rsa

Dieser Befehl wandelt den Schlüssel in das PEM-Format um, das PuTTY besser unterstützt, womit PuTTYgen den Schlüssel laden kann und eine PPK-Datei erzeugt werden kann.

Fazit

Die Fehlermeldung unable to use key file (openssh ssh-2 private key (new format)) bei PuTTY entsteht durch Inkompatibilität mit dem neuen OpenSSH-Schlüsseldateiformat. Die Lösung besteht darin, den privaten Schlüssel mit PuTTYgen in das PuTTY-eigene PPK-Format zu konvertieren. Dadurch wird die Kompatibilität hergestellt, und PuTTY kann den Schlüssel problemlos für die SSH-Verbindung verwenden. Alternativ kann man den OpenSSH-Schlüssel mittels ssh-keygen in ein älteres Format umwandeln, falls PuTTYgen Probleme beim Einlesen hat.

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