Ruhezustand in macOS anpassen
- Was bedeutet Ruhezustand bei macOS?
- Ruhezustand über die Systemeinstellungen anpassen
- Ruhezustand über das Terminal konfigurieren
- Visualisieren und Testen der Änderungen
- Fazit
Was bedeutet Ruhezustand bei macOS?
Der Ruhezustand in macOS ist eine Energiesparfunktion, mit der der Computer in einen niedrigen Stromverbrauchszustand versetzt wird, wenn er längere Zeit nicht genutzt wird. Dabei werden die aktiven Arbeitszustände gesichert, um beim Aufwecken schnell wieder den vorherigen Zustand herstellen zu können. Der Ruhezustand kann so konfiguriert werden, dass der Mac je nach Bedarf schneller reagiert oder Energie möglichst effizient spart.
Ruhezustand über die Systemeinstellungen anpassen
Um den Ruhezustand anzupassen, öffnet man zunächst die Systemeinstellungen, die man über das Apple-Menü oben links oder im Dock erreichen kann. Dort navigiert man zum Bereich Batterie (bei älteren macOS-Versionen heißt der Bereich Energie sparen). In diesem Fenster findet man verschiedene Regler und Optionen für den Energiesparmodus des Mac.
Für den Ruhezustand relevant ist vor allem die Einstellung zum automatischen Ausschalten des Bildschirms und das Anpassen des Zeitraums, nach dem der Mac in den Ruhezustand versetzt wird. Je nach macOS-Version gibt es separate Reiter für Batteriebetrieb und Netzbetrieb, sodass unterschiedliche Zeiten für den Ruhezustand festgelegt werden können, z. B. kürzere Zeit beim Betrieb mit Akku und längere beim Betrieb am Netzteil.
Zudem kann man häufig Optionen aktivieren oder deaktivieren, die beeinflussen, ob der Mac im Ruhezustand Netzwerkverbindungen aufrechterhält, automatische Updates durchführt oder das Aufwecken per USB-Geräten zulässt. Diese Einstellungen ermöglichen ein individuelles Anpassen der Balance zwischen Energieverbrauch und Komfort.
Ruhezustand über das Terminal konfigurieren
Für fortgeschrittene Nutzer gibt es die Möglichkeit, den Ruhezustand detaillierter über das Terminal anzupassen. Hierfür kommt der Befehl pmset zum Einsatz, mit dem verschiedene Parameter gesetzt werden können. Zum Beispiel kann man mit pmset -g die aktuellen Einstellungen anzeigen lassen.
Um die Dauer bis zum Ruhezustand zu verändern, kann man folgenden Befehl nutzen: sudo pmset -a sleep 30, wodurch der Mac nach 30 Minuten Inaktivität in den Ruhezustand geht. Über sudo pmset -a displaysleep 10 wird die Zeit bis zum Ausschalten des Bildschirms gesetzt. Die Option -a steht dabei für all, also alle Stromversorgungsarten.
Es ist außerdem möglich, detailliertere Parameter einzustellen, etwa den Standby-Modus und die sichere Speicherung des Arbeitsspeichers auf der Festplatte, was etwa mit dem Befehl sudo pmset -a standbydelay 3600 konfiguriert wird.
Beim Arbeiten im Terminal sollte man vorsichtig sein und die Änderungen gut dokumentieren, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.
Visualisieren und Testen der Änderungen
Nachdem man die Einstellungen angepasst hat, kann man die Wirksamkeit meist schon daran erkennen, wann der Mac den Bildschirm abschaltet oder in den Ruhezustand geht. Für eine detailliertere Prüfung kann man erneut im Terminal pmset -g eingeben, um die aktuellen Regeln zu überprüfen.
Sollten Probleme auftreten, kann man durch das Zurücksetzen der Energieeinstellungen auf Standardwerte die Änderungen rückgängig machen. Dazu nutzt man im Terminal: sudo pmset restoredefaults.
Fazit
Die Anpassung des Ruhezustands in macOS ist sowohl über die visuelle Oberfläche der Systemeinstellungen als auch über das Terminal möglich. Während die Systemeinstellungen vor allem für durchschnittliche Nutzer intuitiv zu bedienen sind, bieten Terminalbefehle tiefere Anpassungsmöglichkeiten für individuellere Anforderungen. Damit lassen sich Komfort und Energieeffizienz optimal auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen.