Wie vermeidet man eine dauerhafte Wölbung des Pfannenbodens bei hoher Hitze?

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Eine dauerhafte Wölbung des Pfannenbodens (das sogenannte „Schüsseln“ oder Verziehen) entsteht durch thermische Spannungen. Metall dehnt sich bei Hitze aus. Wenn diese Ausdehnung ungleichmäßig oder zu schnell erfolgt, überschreitet das Material seine Elastizitätsgrenze und verformt sich dauerhaft.

Hier sind die wichtigsten Tipps, um dies zu vermeiden:

1. Langsam aufheizen (besonders bei Induktion)

Dies ist der wichtigste Punkt. Moderne Herde, insbesondere Induktionsfelder, können den Pfannenboden extrem schnell erhitzen.

  • Das Problem: Die Mitte des Bodens wird heiß und dehnt sich aus, während der Rand noch kühl ist. Das erzeugt enorme Spannung.
  • Die Lösung: Beginnen Sie auf mittlerer Stufe (z. B. Stufe 5 von 9) und schalten Sie erst nach 1–2 Minuten hoch. Nutzen Sie die „Boost“-Funktion nur zum Wasserkochen, nicht zum Vorheizen von Pfannen.

2. Die richtige Herdplattengröße wählen

  • Das Problem: Wenn die Herdplatte viel kleiner ist als der Pfannenboden, wird nur das Zentrum heiß. Ist die Platte viel größer, wird der Rand zu stark erhitzt.
  • Die Lösung: Der Durchmesser der Herdplatte sollte möglichst genau mit dem Durchmesser des Pfannenbodens übereinstimmen.

3. Niemals „abschrecken“

  • Das Problem: Wenn Sie eine glühend heiße Pfanne direkt unter kaltes Wasser halten, zieht sich das Metall so ruckartig zusammen, dass es sich verzieht oder sogar Risse bekommt (Thermoschock).
  • Die Lösung: Lassen Sie die Pfanne nach dem Braten immer erst einige Minuten an der Luft abkühlen, bevor Sie sie mit Wasser reinigen.

4. Qualität und Materialwahl

Nicht alle Pfannen sind gleich anfällig:

  • Sandwichböden: Hochwertige Edelstahlpfannen haben oft einen dicken Boden mit Aluminiumkern. Diese verteilen die Hitze besser und sind formstabiler.
  • Gusseisen und geschmiedetes Eisen: Diese sind sehr massiv, brauchen aber besonders lange zum Aufheizen. Werden sie zu schnell erhitzt, können sie sich nicht nur wölben, sondern im schlimmsten Fall sogar reißen.
  • Dünne Aluminiumpfannen: Diese verziehen sich am schnellsten. Achten Sie beim Kauf auf „Aluminiumguss“ mit einer Bodenstärke von mindestens 5–8 mm.

5. Die konstruktionsbedingte Wölbung verstehen

Wundern Sie sich nicht: Viele hochwertige Pfannen haben im kalten Zustand eine ganz leichte Wölbung nach innen (konkav).

  • Dies ist Absicht! Da sich das Metall bei Hitze ausdehnt, wandert der Boden nach außen. Die leichte Innenwölbung sorgt dafür, dass die Pfanne im heißen Zustand plan (flach) auf dem Herd steht.
  • Problematisch ist es nur, wenn die Pfanne nach außen gewölbt ist (konvex), sodass sie auf dem Herd kippelt oder „tanzt“.

6. Leere Pfannen nicht überhitzen

Lassen Sie eine leere Pfanne niemals über längere Zeit auf maximaler Stufe stehen. Ohne Bratgut, das Energie aufnimmt, erreicht das Metall sehr schnell Temperaturen, die über die strukturelle Belastungsgrenze hinausgehen.

Zusammenfassend: Die Kombination aus hochwertigem, dickem Boden und geduldigem, schrittweisem Erhitzen ist die beste Versicherung gegen einen krummen Pfannenboden.

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