Wie schnell nach der Ernte werden die Erbsen eingefroren?
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Bei Erbsen ist Geschwindigkeit der entscheidende Qualitätsfaktor. In der Regel vergehen zwischen der Ernte auf dem Feld und dem Schockfrosten in der Fabrik nur etwa 2 bis 3 Stunden.
Hier sind die Gründe, warum das so schnell gehen muss:
- Erhalt der Süße: Sobald die Erbse gepflückt ist, beginnt ein enzymatischer Prozess, der den enthaltenen Zucker in Stärke umwandelt. Je länger die Erbse lagert, desto mehlig-stabiger schmeckt sie und verliert ihr typisches Aroma.
- Vitamine: Durch das extrem schnelle Schockfrosten werden Vitamine (besonders Vitamin C und B-Vitamine) und Mineralstoffe quasi „eingeschlossen“. Tiefgekühlte Erbsen enthalten daher oft mehr Vitamine als „frische“ Erbsen vom Markt, die dort schon einen Tag liegen könnten.
- Farbe und Struktur: Das schnelle Frosten sorgt dafür, dass die knallgrüne Farbe und die knackige Konsistenz erhalten bleiben.
Wie wird das logistisch geschafft?
- Kurze Wege: Die Fabriken zur Verarbeitung stehen meist in unmittelbarer Nähe der Anbaufelder.
- Spezialmaschinen: Moderne Erbsenmähdrescher trennen die Erbsen bereits auf dem Feld von den Schoten und Sträuchern, sodass nur die reinen Kerne transportiert werden müssen.
- Schockfrosten: In der Fabrik werden die Erbsen kurz blanchiert (um Keime abzutöten und Enzyme zu deaktivieren) und dann bei Temperaturen von bis zu -40 °C innerhalb von Minuten tiefgefroren.