Wie oft pro Woche darf man Ohrenspray anwenden?

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Wie oft man Ohrenspray anwenden darf, hängt stark vom Zweck des Sprays und dem spezifischen Produkt ab. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Sprays zur Reinigung und medizinischen Sprays zur Behandlung von Entzündungen.

Hier ist ein allgemeiner Leitfaden:

1. Zur regelmäßigen Reinigung (Pflegesprays)

Diese enthalten meist Meerwasser oder sanfte Öle (wie Oliven- oder Mandelöl).

  • Häufigkeit: In der Regel reicht 1 bis 2 Mal pro Woche völlig aus.
  • Ziel: Überschüssiges Ohrenschmalz weich halten, damit es natürlich abfließen kann.
  • Wichtig: Das Ohr reinigt sich normalerweise selbst. Zu häufiges Sprühen kann den natürlichen Säureschutzmantel der Haut im Gehörgang stören.

2. Bei akutem Ohrenschmalzpfropf

Wenn das Ohr verstopft ist und man den Pfropf vor einem Arztbesuch aufweichen möchte:

  • Häufigkeit: Meist 2 bis 3 Mal täglich über einen Zeitraum von 3 bis 5 Tagen.
  • Hinweis: Wenn sich das Gehör nach dieser Zeit nicht bessert, sollten Sie unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen.

3. Medizinische Sprays (vom Arzt verschrieben)

Diese enthalten Wirkstoffe wie Antibiotika, Kortison oder pilztötende Mittel.

  • Häufigkeit: Hier gilt strikt die Anweisung des Arztes oder der Packungsbeilage (oft 2 bis 3 Mal täglich).
  • Dauer: Diese Sprays dürfen meist nur über einen kurzen Zeitraum (z. B. 7 bis 10 Tage) angewendet werden.

4. Sprays für Taucher/Schwimmer (Prävention)

Diese dienen dazu, das Ohr nach dem Kontakt mit Wasser zu trocknen oder zu pflegen.

  • Häufigkeit: Nach jedem Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser (also bei Bedarf auch täglich während des Urlaubs).

Wichtige Warnhinweise:

  1. Trommelfellschaden: Benutzen Sie Ohrensprays niemals, wenn Sie wissen oder vermuten, dass Ihr Trommelfell beschädigt ist (Loch im Trommelfell) oder wenn Sie Paukenröhrchen haben.
  2. Schmerzen: Wenn die Anwendung brennt oder Schmerzen verursacht, brechen Sie diese sofort ab.
  3. Keine Wattestäbchen: Benutzen Sie nach dem Sprühen keine Wattestäbchen. Diese schieben den aufgeweichten Pfropf oft nur tiefer hinein. Es reicht, das Ohr nach der Anwendung mit einem weichen Tuch äußerlich abzutupfen.
  4. Körpertemperatur: Es ist angenehmer, das Spray kurz in der Hand anzuwärmen. Kalte Flüssigkeit im Ohr kann Schwindel auslösen.

Fazit: Für die normale Hygiene sind 1 bis 2 Anwendungen pro Woche das Maximum, was Experten empfehlen. Weniger ist oft mehr, da das Ohr ein Selbstreinigungssystem besitzt.