Wie hoch sind die Kosten pro Liter selbst gesprudeltem Wasser im Vergleich zu Marken-Mineralwasser?

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Der Kostenvergleich zwischen selbst gesprudeltem Leitungswasser und gekauftem Mineralwasser hängt von verschiedenen Faktoren ab (z. B. CO2-Preis, Sprudelintensität und gewählte Wassermarke).

Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten pro Liter (Stand 2024):

1. Kosten für selbst gesprudeltes Wasser

Die Kosten setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Leitungswasser und dem CO2 aus dem Zylinder.

  • Leitungswasser: In Deutschland kostet ein Liter Leitungswasser durchschnittlich etwa 0,2 Cent (inkl. Abwassergebühren).
  • CO2-Zylinder: Ein Standard-Zylinder (für ca. 60 Liter) kostet im Tausch zwischen 5,75 € (Discounter-Eigenmarken) und ca. 8,00 € (Marken wie SodaStream).
  • Ergiebigkeit: Die Angabe "60 Liter" ist ein Idealwert. Wer sein Wasser stark sprudelt ("Medium" bis "Classic"), kommt realistisch eher auf 40 bis 50 Liter pro Zylinder.

Rechnung (Beispiel mit günstigem CO2 und 50 Litern Ergiebigkeit):

  • CO2-Kosten: 5,75 € / 50 Liter = 11,5 Cent
  • Leitungswasser: 0,2 Cent
  • Gesamt: ca. 12 Cent pro Liter

2. Kosten für gekauftes Mineralwasser

Hier gibt es eine große Spanne zwischen Discounter-Eigenmarken und Premium-Marken.

  • Günstiges Discounter-Wasser (z. B. Ja!, Saskia): Ein 1,5-Liter-Sextett kostet meist 1,62 € (zzgl. Pfand).
    • Kosten: ca. 18 Cent pro Liter
  • Marken-Mineralwasser (z. B. Gerolsteiner, Vilsa): Diese kosten im Angebot oft ca. 0,50 € bis 0,70 € pro Liter.
    • Kosten: ca. 50 bis 70 Cent pro Liter
  • Premium-Marken / Glasflaschen (z. B. San Pellegrino):
    • Kosten: 1,00 € bis 1,50 € pro Liter

3. Direkter Vergleich (Zusammenfassung)

Wasserquelle Kosten pro Liter
Leitungswasser (pur) ~ 0,2 Cent
Selbst gesprudelt ~ 12 bis 18 Cent
Discounter-Mineralwasser ~ 18 bis 25 Cent
Marken-Mineralwasser ~ 50 bis 80 Cent

Zusätzliche Faktoren, die man beachten sollte:

  1. Anschaffungskosten: Ein Sprudler kostet einmalig zwischen 60 € und 150 €. Damit sich das Gerät gegenüber dem billigsten Discounter-Wasser amortisiert, muss man ca. 1.000 bis 1.500 Liter sprudeln. Gegenüber teurem Markenwasser hat man den Kaufpreis oft schon nach 3–4 Monaten raus.
  2. Bequemlichkeit: Der größte Vorteil des Sprudlers ist nicht immer der Preis, sondern das Schleppen der Kästen, das entfällt.
  3. Ökologie: Leitungswasser hat eine deutlich bessere CO2-Bilanz, da Transportwege per LKW entfallen und kein Plastikmüll (oder aufwendige Glasreinigung) entsteht.
  4. Wartung: Gelegentlich müssen die Flaschen des Sprudlers ersetzt werden (besonders Kunststoffflaschen haben ein Ablaufdatum), was die Kosten minimal erhöht.

Fazit: Selbst gesprudeltes Wasser ist immer günstiger als Markenwasser (Ersparnis ca. 75 % oder mehr). Im Vergleich zu dem billigsten Discounter-Wasser ist die Ersparnis geringer, aber der Komfortgewinn durch das entfallende Kistenschleppen ist für viele der entscheidende Punkt.