Wie gelangt die Kohlensäure in das Mineralwasser?

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Kohlensäure gelangt auf zwei Wegen in das Mineralwasser: entweder auf natürliche Weise tief in der Erde oder durch künstliche Versetzung bei der Abfüllung.

Hier sind die Details zu beiden Prozessen:

1. Der natürliche Weg (Vulkanismus)

In Regionen mit früherer vulkanischer Aktivität (wie der Eifel in Deutschland) entsteht tief im Erdboden Kohlendioxid ($CO_2$). Das Gas stammt aus Magmakammern oder chemischen Prozessen im Gestein.

  • Der Prozess: Wenn Niederschlagswasser durch die Erdschichten versickert, sammelt es sich in tiefen wasserführenden Schichten. Dort trifft es auf das aufsteigende $CO_2$-Gas.
  • Der Druck: Da tief in der Erde ein sehr hoher Druck herrscht, löst sich das Gas besonders gut im Wasser.
  • Chemische Reaktion: Ein kleiner Teil des gelösten $CO_2$ reagiert mit dem Wasser ($H_2O$) zu echter Kohlensäure ($H_2CO_3$). Das Wasser wird dadurch leicht sauer, was ihm hilft, Mineralien aus dem umliegenden Gestein (wie Calcium oder Magnesium) herauszulösen. So entsteht das typische Mineralwasser.

2. Der technische Weg (Imprägnierung)

Die meisten Mineralwässer, die man im Supermarkt kauft, werden bei der Abfüllung zusätzlich mit Kohlensäure versetzt (man nennt diesen Vorgang „Imprägnieren“).

  • Entzug und Rückgabe: Oft wird dem Wasser nach der Förderung erst einmal die natürliche Kohlensäure entzogen, um Eisen oder Mangan herauszufiltern (damit das Wasser nicht trüb wird). Später wird die Kohlensäure wieder hinzugefügt.
  • Die Abfüllanlage: In der Fabrik wird das Wasser gekühlt (kaltes Wasser nimmt Gas besser auf) und in einem sogenannten „Saturateur“ unter hohem Druck mit $CO_2$ zusammengepresst.
  • Die Quelle des Gases: Die verwendete Kohlensäure muss ebenfalls natürlichen Ursprungs sein (meistens gewonnen aus vulkanischen Quellen), damit das Wasser die Bezeichnung „Natürliches Mineralwasser“ behalten darf.

Warum macht man das überhaupt?

Kohlensäure hat drei Hauptaufgaben:

  1. Geschmack: Sie sorgt für das prickelnde Gefühl auf der Zunge und wirkt erfrischend.
  2. Haltbarkeit: Kohlensäure senkt den pH-Wert des Wassers leicht ab. In dieser leicht sauren Umgebung können sich Keime und Bakterien deutlich schlechter vermehren. Das Wasser bleibt also länger frisch.
  3. Verdauung: Sie regt die Durchblutung der Mundschleimhaut und die Speichelproduktion an.

Zusammenfassend: Kohlensäure ist eigentlich gelöstes Kohlendioxid-Gas, das entweder schon in der Tiefe durch vulkanischen Druck ins Wasser gepresst wurde oder später in der Fabrik unter Druck hinzugefügt wird.