Enthält jede Limonade zwingend Kohlensäure?

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Die kurze Antwort lautet: Nein. Eine Limonade muss nicht zwingend Kohlensäure enthalten.

Hier sind die Details dazu, wie Limonade definiert ist und warum es Unterschiede gibt:

1. Die rechtliche Definition (in Deutschland)

In Deutschland ist in den „Leitsätzen für Erfrischungsgetränke“ festgelegt, was als Limonade bezeichnet werden darf. Dort heißt es:

„Limonaden sind alkoholfreie Getränke mit oder ohne Kohlensäure, die aus Trinkwasser, natürlichen Aromastoffen oder Aromaextrakten sowie in der Regel aus Zuckerarten und ggf. Fruchtsaftkonzentraten hergestellt werden.“

Das bedeutet, dass die Kohlensäure kein obligatorischer Bestandteil ist. Es gibt viele „stille Limonaden“ auf dem Markt, die meist in Tetra Paks oder Flaschen ohne Druck verkauft werden.

2. Sprachliche Unterschiede (International)

Interessanterweise variiert das Verständnis von „Limonade“ je nach Land stark:

  • USA: Wenn man dort „Lemonade“ bestellt, bekommt man fast immer ein stilles Getränk aus Zitronensaft, Wasser und Zucker. Kohlensäurehaltige Limonaden werden dort eher als „Soda“ oder „Pop“ bezeichnet.
  • Großbritannien: Hier ist „Lemonade“ meistens ein durchsichtiges, kohlensäurehaltiges Getränk (ähnlich wie Sprite).
  • Deutschland: Wir assoziieren „Limo“ meistens mit Kohlensäure (Fanta, Sprite etc.), aber die klassischen „stillen Limonaden“ (oft in der 0,5l-Plastikflasche oder im Karton) nehmen im Supermarktregal immer mehr Platz ein.

3. Hausgemachte Limonade

Wenn man Limonade selbst macht, ist sie ursprünglich meistens still. Man mischt Fruchtsaft (meist Zitrone) mit Wasser und Zucker. Erst durch das Hinzufügen von Mineralwasser mit Sprudel wird sie zur kohlensäurehaltigen Variante.

Fazit: Entscheidend für eine Limonade ist die Kombination aus Wasser, Süße (Zucker) und Aroma (Frucht) – ob es im Glas prickelt oder nicht, ist dem Hersteller bzw. dem Koch überlassen.