Welche Vitamine gehen durch das Ultrahocherhitzen bei der H-Milch-Produktion verloren?

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Bei der Herstellung von H-Milch (ultrahocherhitzte Milch) gehen durch die kurzzeitige Erhitzung auf 135 bis 150 Grad Celsius einige Vitamine verloren. Allerdings ist der Verlust geringer, als viele Menschen vermuten, da die Hitzeeinwirkung nur sehr kurz (2 bis 5 Sekunden) erfolgt.

Hier ist die Übersicht, welche Vitamine betroffen sind:

1. Besonders hitzeempfindliche Vitamine (Verluste ca. 10–20 %)

Vor allem die wasserlöslichen Vitamine der B-Gruppe leiden unter der Ultrahocherhitzung:

  • Vitamin B1 (Thiamin): Es ist sehr hitzeanfällig. Der Verlust liegt bei etwa 10 bis 15 %.
  • Vitamin B12 (Cobalamin): Hier gehen etwa 10 bis 20 % verloren.
  • Folsäure (Vitamin B9): Auch hier liegt der Verlust im Bereich von 10 bis 20 %.
  • Vitamin C: Milch ist ohnehin keine bedeutende Quelle für Vitamin C, aber der vorhandene geringe Anteil reduziert sich um etwa 20 bis 25 %.

2. Weitgehend stabile Vitamine (kaum Verluste)

Einige Vitamine sind robuster gegenüber Hitze:

  • Vitamin A, D und E: Diese fettlöslichen Vitamine sind hitzestabil und bleiben fast vollständig erhalten.
  • Vitamin B2 (Riboflavin): Es ist hitzestabil, reagiert aber extrem empfindlich auf Licht. Da H-Milch in lichtundurchlässigen Tetra Paks gelagert wird, ist der Gehalt an B2 oft sogar stabiler als bei Frischmilch in Glasflaschen.
  • Vitamin B6: Bleibt ebenfalls weitgehend erhalten.

Zusammenfassung und Vergleich

Im Vergleich zu herkömmlich pasteurisierter Milch („frische Vollmilch“ aus dem Kühlregal) ist der Vitaminverlust bei H-Milch nur unwesentlich höher.

  • Frischmilch (pasteurisiert): ca. 5–10 % Vitaminverlust.
  • H-Milch (ultrahocherhitzt): ca. 10–20 % Vitaminverlust.

Wichtig zu wissen:

  • Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Milch, nämlich Calcium (Mineralstoff) sowie Eiweiß und Fett, werden durch das Ultrahocherhitzen nicht beeinträchtigt.
  • Ein größerer Faktor für den Vitaminabbau als die Erhitzung ist oft die Lagerdauer. Auch in der ungeöffneten Packung nimmt der Vitamingehalt über die Monate der Lagerung langsam ab.

Fazit: H-Milch ist trotz der Erhitzung immer noch ein nährstoffreiches Lebensmittel. Wer seinen Fokus jedoch auf den maximalen Vitaminerhalt legt, sollte zu „traditionell hergestellter Frischmilch“ greifen.

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