Welche Personengruppen haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin C?

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Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein essentielles wasserlösliches Vitamin, das im Körper für das Immunsystem, die Wundheilung, den Aufbau von Bindegewebe (Kollagen) und als Antioxidans wichtig ist.

Während der durchschnittliche Bedarf für gesunde Erwachsene laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei etwa 95 mg (Frauen) bis 110 mg (Männer) pro Tag liegt, benötigen bestimmte Personengruppen deutlich mehr:

1. Raucherinnen und Raucher

Dies ist die Gruppe mit dem am deutlichsten erhöhten Bedarf. Raucher haben höhere Stoffwechselverluste und niedrigere Vitamin-C-Konzentrationen im Blut, da das Vitamin verstärkt verbraucht wird, um die durch das Rauchen entstehenden freien Radikale (oxidativer Stress) zu neutralisieren.

  • Empfehlung: Etwa 40 % mehr (ca. 135 mg für Frauen und 155 mg für Männer).

2. Schwangere und Stillende

Während der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf an Vitamin C, um das Wachstum des Kindes zu unterstützen und den Gehalt in der Muttermilch sicherzustellen.

  • Schwangere (ab dem 4. Monat): ca. 105 mg.
  • Stillende: ca. 125 mg.

3. Personen mit hoher körperlicher Belastung

Leistungssportler oder Menschen, die schwere körperliche Arbeit verrichten, haben durch den erhöhten Energiestoffwechsel und die Regeneration der Muskeln einen höheren Bedarf. Auch bei extremer Kältebelastung verbraucht der Körper mehr Vitamin C.

4. Personen unter starkem psychischem Stress

In Stresssituationen schüttet der Körper vermehrt Hormone (wie Adrenalin und Cortisol) aus. Die Nebennieren, in denen diese Hormone produziert werden, haben eine sehr hohe Konzentration an Vitamin C und verbrauchen dieses bei Dauerstress deutlich schneller.

5. Kranke und Genesende

  • Infektionskrankheiten: Bei akuten Infekten (Erkältung, Grippe) sinkt der Vitamin-C-Spiegel in den Immunzellen rapide ab.
  • Wundheilung: Nach Operationen, schweren Verbrennungen oder Verletzungen benötigt der Körper viel Vitamin C für den Aufbau von neuem Gewebe (Kollagensynthese).
  • Chronisch Kranke: Menschen mit entzündlichen Erkrankungen (z. B. Rheuma), Diabetes mellitus oder Krebserkrankungen haben oft einen erhöhten oxidativen Stress und damit einen höheren Bedarf.

6. Personen mit Resorptionsstörungen

Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie) können Vitamine oft schlechter über die Nahrung aufnehmen, was zu einem relativen Mangel führen kann.

7. Senioren (indirekt)

Ältere Menschen haben zwar physiologisch keinen massiv erhöhten Bedarf, gehören aber oft zur Risikogruppe, da sie häufig weniger essen (Appetitlosigkeit), einseitige Kost bevorzugen oder Medikamente einnehmen, die die Aufnahme von Vitamin C beeinträchtigen können.

8. Alkoholkranke

Regelmäßiger hoher Alkoholkonsum hemmt die Aufnahme von Vitamin C im Darm und beschleunigt die Ausscheidung über die Nieren.


Wichtiger Hinweis: In der Regel lässt sich auch ein erhöhter Bedarf durch eine gezielte Auswahl an Obst (Zitrusfrüchte, Kiwis, Beeren) und Gemüse (Paprika, Brokkoli, Rosenkohl) decken. Eine Supplementierung durch Tabletten sollte idealerweise nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen, insbesondere wenn Vorerkrankungen wie Nierensteine vorliegen.