Kann die Säure in Vitamin-C-Präparaten den Zahnschmelz angreifen?

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Ja, die Säure in Vitamin-C-Präparaten kann den Zahnschmelz angreifen.

Vitamin C ist chemisch gesehen Ascorbinsäure. Wie alle Säuren hat sie einen niedrigen pH-Wert. Wenn diese Säure direkt mit den Zähnen in Kontakt kommt, kann sie den Zahnschmelz aufweichen und Mineralien herauslösen (Erosion).

Hier sind die Details, worauf man achten sollte und wie man die Zähne schützt:

Welche Präparate sind besonders riskant?

Das Risiko hängt stark von der Darreichungsform ab:

  1. Kautabletten und Lutschtabletten: Diese sind am gefährlichsten, da die Säure über längere Zeit direkt auf die Zahnoberflächen einwirkt.
  2. Brausetabletten und Pulver: Wenn man das in Wasser gelöste Vitamin C langsam über den Tag verteilt trinkt, werden die Zähne ständig von einem sauren Milieu umspült.
  3. Gummibärchen-Vitamine: Diese kleben oft an den Zähnen fest, was die Einwirkzeit der Säure (und oft auch des enthaltenen Zuckers) verlängert.

Kaum riskant sind hingegen Kapseln oder Tabletten, die im Ganzen geschluckt werden, da sie keinen nennenswerten Kontakt mit den Zähnen haben.

Was passiert beim Kontakt?

Der Zahnschmelz beginnt sich bereits bei einem pH-Wert von etwa 5,5 aufzulösen. Viele Vitamin-C-Präparate liegen deutlich darunter. Durch die Säure wird die oberste Schicht des Zahnschmelzes vorübergehend weich. Werden die Zähne in diesem Zustand sofort geputzt, schrubbt man die aufgeweichte Schicht regelrecht weg.

5 Tipps zum Schutz Ihrer Zähne:

  1. Auf Kapseln umsteigen: Wenn möglich, schlucken Sie Vitamin C als Kapsel oder Tablette im Ganzen.
  2. Nach der Einnahme spülen: Wenn Sie eine Brausetablette oder eine Kautablette genommen haben, spülen Sie den Mund sofort gründlich mit klarem Wasser aus. Das neutralisiert die Säure.
  3. Strohhalm benutzen: Trinken Sie Brauselösungen durch einen Strohhalm, um den direkten Kontakt mit den Zähnen zu minimieren.
  4. Nicht sofort Zähneputzen: Warten Sie nach der Einnahme von sauren Präparaten mindestens 30 bis 60 Minuten mit dem Zähneputzen. So hat der Speichel Zeit, den Zahnschmelz durch Remineralisierung wieder zu härten.
  5. Gepuffertes Vitamin C verwenden: Es gibt Präparate, bei denen die Ascorbinsäure an Mineralstoffe gebunden ist (z. B. Calciumascorbat oder Natriumascorbat). Diese werden als "gepuffert" oder "magenschonend" verkauft. Sie sind nahezu pH-neutral und greifen die Zähne nicht an.

Fazit: Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem, aber die sauren Varianten zum Kauen oder Trinken sollten mit Vorsicht genossen werden. Ein kurzes Ausspülen mit Wasser nach der Einnahme ist die einfachste und effektivste Schutzmaßnahme.