Welche Getreidesorten werden üblicherweise für Bauernbrot verwendet?
Für ein klassisches Bauernbrot (oft auch als Landbrot bezeichnet) wird in der Regel eine Mischung aus zwei Getreidesorten verwendet. Es handelt sich meist um ein Roggenmischbrot.
Hier sind die üblichen Bestandteile:
1. Roggen (Roggenmehl)
Roggen ist die wichtigste Zutat für den kräftigen, herzhaften Geschmack und die dunkle Farbe des Bauernbrotes. Er sorgt zudem dafür, dass das Brot lange frisch und feucht bleibt.
- Typische Sorten: Meist wird Roggenmehl der Type 997 oder 1150 verwendet.
- Besonderheit: Roggenmehl benötigt zwingend Sauerteig, um backfähig zu sein und damit das Brot bekömmlich wird.
2. Weizen (Weizenmehl)
Da Roggen allein ein sehr schweres und kompaktes Brot ergibt, wird Weizen hinzugefügt. Der Weizenanteil sorgt für die Lockerheit, das Volumen und eine weichere Krume.
- Typische Sorten: Meist wird Weizenmehl der Type 1050 verwendet (etwas dunkler und griffiger als das normale Haushaltsmehl Type 405).
- Mischverhältnis: Ein klassisches Bauernbrot besteht oft aus ca. 60 % bis 70 % Roggen und 30 % bis 40 % Weizen. Je nach Region kann das Verhältnis aber variieren.
3. Dinkel (als Alternative)
In modernen Varianten oder regional (besonders in Süddeutschland) wird Weizen oft durch Dinkel (meist Type 630 oder 1050) ersetzt. Das Brot wird dann als Dinkel-Roggen-Brot oder reines Dinkel-Bauernbrot gebacken.
Was macht ein Bauernbrot sonst noch aus?
Neben den Getreidesorten sind folgende Zutaten charakteristisch:
- Sauerteig: Er ist das Herzstück des Bauernbrotes und sorgt für die typische Säure und Haltbarkeit.
- Brotgewürze: Häufig werden Kümmel, Koriander, Fenchel und Anis hinzugefügt, um das Aroma zu verstärken.
- Kruste: Bauernbrot wird oft bei hoher Temperatur „angeschossen“ (gebacken), was die dicke, rissige und aromatische Kruste erzeugt.
Zusammenfassend: Wenn du ein typisches Bauernbrot backen oder kaufen möchtest, suchst du nach einer Mischung aus Roggen- und Weizenmehl (mit Sauerteig).