Was sollte man tun, wenn man unsicher ist, ob der Tropfen tatsächlich im Auge gelandet oder auf die Wange gelaufen ist?

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Das ist ein sehr häufiges Problem bei der Anwendung von Augentropfen. Hier ist der wichtigste Leitsatz: Im Zweifelsfall lieber noch einen Tropfen nehmen.

Hier sind die Details dazu, warum das so ist und wie du es beim nächsten Mal besser kontrollieren kannst:

1. Warum ein zweiter Tropfen meist unbedenklich ist

Das menschliche Auge kann nur eine sehr begrenzte Menge an Flüssigkeit aufnehmen (etwa 7 bis 10 Mikroliter). Ein einziger Tropfen aus der Flasche ist jedoch meist schon viel größer (ca. 30 bis 50 Mikroliter).

  • Der Überlauf-Effekt: Alles, was „zu viel“ ist, läuft ohnehin sofort über den Tränenkanal ab oder kullert als Träne über die Wange.
  • Keine Überdosierung: Bei herkömmlichen Tränenersatzmitteln (gegen trockene Augen) oder gängigen Antibiotika ist ein zweiter Tropfen absolut harmlos. Das Auge nimmt sich nur das, was es braucht.

2. Die Ausnahme: Starke Medikamente

Falls du spezielle Medikamente nimmst (z. B. gegen Grünen Star/Glaukom oder sehr starke Steroide), solltest du etwas vorsichtiger sein. Aber auch hier gilt meist: Ein verfehlter Tropfen bedeutet keine Wirkung. Wenn du also sicher bist, dass er auf der Wange gelandet ist, tropfe nach. Wenn du unsicher bist, warte im Zweifelsfall bis zur nächsten Anwendung oder halte kurz Rücksprache mit deinem Augenarzt.

3. Tipps, um sicherzugehen, dass der Tropfen landet

Damit du in Zukunft nicht mehr rätseln musst, helfen diese Tricks:

  • Der Kälte-Trick: Bewahre die Augentropfen (sofern laut Packungsbeilage erlaubt) im Kühlschrank auf. Wenn der Tropfen kalt ist, spürst du ganz genau, ob er die Augenoberfläche trifft oder auf der Haut landet.
  • Die „Taschen“-Technik: Ziehe das Unterlid mit einem Finger vorsichtig nach unten, sodass eine kleine Tasche entsteht. Schaue nach oben und lass den Tropfen genau in diese Tasche fallen.
  • Lid schließen und drücken: Schließe nach dem Tropfen das Auge für ca. 1–2 Minuten (nicht verkrampfen, nur locker schließen). Drücke mit dem Finger sanft auf den inneren Augenwinkel (neben der Nase). Das verhindert, dass der Wirkstoff zu schnell durch den Tränenkanal in den Rachen abfließt.
  • Im Liegen tropfen: Wenn es im Stehen nicht klappt, leg dich flach auf den Rücken. Das macht das Zielen deutlich einfacher.

4. Woran merke ich, dass er drin ist?

  • Du spürst einen kurzen Moment der Feuchtigkeit direkt auf dem Augapfel.
  • Deine Sicht ist für einige Sekunden leicht verschwommen (das ist normal, da sich der Film verteilt).
  • Bei vielen Medikamenten spürt man ein ganz leichtes Brennen oder einen Kühleffekt.

Zusammenfassend: Wenn du das Gefühl hast, die Wange ist nass, aber das Auge fühlt sich trocken an: Noch einmal tropfen. Ein „Zuviel“ läuft einfach raus, ein „Zuwenig“ hilft nicht gegen die Beschwerden.

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