Warum verursacht manche Mascara Rötungen oder Brennen am Auge?

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Dass Mascara (Wimperntusche) Rötungen, Brennen oder Tränen der Augen verursacht, ist ein häufiges Problem. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von den Inhaltsstoffen bis hin zur Anwendungshygiene.

Hier sind die Hauptgründe, warum Mascara Reizungen auslösen kann:

1. Unverträgliche Inhaltsstoffe (Allergien)

Das Auge ist eines der empfindlichsten Organe des Körpers. Viele Inhaltsstoffe in herkömmlichen Mascaras können Kontaktallergien auslösen:

  • Konservierungsstoffe: Um das Wachstum von Bakterien in der feuchten Textur zu verhindern, werden Stoffe wie Phenoxyethanol, Parabene oder (seltener) Formaldehydabspalter eingesetzt. Diese können die Schleimhäute reizen.
  • Duftstoffe: Viele Produkte enthalten Parfüm, um den Eigengeruch der Wachse zu überdecken. Duftstoffe gehören zu den häufigsten Allergenen.
  • Farbstoffe & Nickel: Manche Farbpigmente (insbesondere Schwarz und Braun) können Spuren von Nickel oder anderen Schwermetallen enthalten, auf die viele Menschen allergisch reagieren.
  • Polymere und Silikone: Diese sorgen für den Halt und den Schwung, können aber bei empfindlichen Augen einen Fremdkörperreiz auslösen.

2. Bakterielle Verunreinigung

Mascara ist ein idealer Nährboden für Bakterien, da sie feucht ist und das Bürstchen ständig zwischen Auge und Fläschchen hin- und herwandert.

  • Haltbarkeit überschritten: Mascara sollte nach dem Öffnen spätestens nach 3 bis 6 Monaten entsorgt werden.
  • "Pumpen" mit der Bürste: Wer das Bürstchen in der Tube auf und ab bewegt, pumpt Luft und damit Bakterien sowie Sauerstoff (der das Produkt austrocknet) hinein.

3. Mechanische Reizung durch "Krümeln"

Wenn Mascara austrocknet oder eine schlechte Rezeptur hat, beginnt sie im Laufe des Tages zu bröckeln (sogenanntes Flaking). Kleine Partikel fallen ins Auge oder setzen sich am Lidrand ab. Dies verursacht ein Fremdkörpergefühl, Reiben und schließlich Rötungen.

4. Probleme mit wasserfester Mascara

Wasserfeste Mascara enthält stärkere Lösungsmittel (wie Isododecan), die die Augen austrocknen oder reizen können. Zudem ist die Entfernung oft problematisch:

  • Es muss stärker gerieben werden, um das Produkt zu lösen, was die dünne Haut am Augenlid strapaziert.
  • Reste der wasserfesten Textur verbleiben oft am Wimpernkranz und können die Meibom-Drüsen (Tränendrüsen) verstopfen, was zu trockenen, geröteten Augen führt.

5. Kontaktlinsen

Mascara-Partikel können unter die Kontaktlinse gelangen und dort wie Sandpapier wirken. Zudem können Inhaltsstoffe der Mascara den Film der Linse trüben, was das Auge zusätzlich anstrengt und reizt.

6. Empfindlichkeit gegenüber Wachsen

Mascara basiert oft auf Wachsen (Bienenwachs, Carnaubawachs, Paraffin). Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Wachsarten, besonders wenn diese in die Nähe der Schleimhäute gelangen.


Was kann man dagegen tun?

  1. Hypoallergene Produkte nutzen: Greifen Sie zu Mascara für empfindliche Augen oder Kontaktlinsenträger (oft in der Apotheke erhältlich). Diese verzichten meist auf Duftstoffe und kritische Konservierungsmittel.
  2. Wasserlösliche Mascara bevorzugen: Sie lässt sich leichter entfernen und enthält meist weniger aggressive Lösungsmittel.
  3. Regelmäßig austauschen: Notieren Sie sich das Öffnungsdatum auf der Tube und werfen Sie sie nach 3-4 Monaten weg.
  4. Nicht pumpen: Die Bürste lieber in der Tube drehen, um Farbe aufzunehmen.
  5. Richtig abschminken: Verwenden Sie einen milden, ölhaltigen Entferner (bei wasserfester Mascara) oder Mizellenwasser und drücken Sie das Wattepad sanft an, statt zu reiben.
  6. Inhaltsstoffe prüfen: Wenn Sie wissen, dass Sie auf Nickel oder bestimmte Konservierungsstoffe reagieren, nutzen Sie Apps wie CodeCheck oder Hautschutzengel, um die Inhaltsstoffe zu scannen.

Wichtig: Wenn das Brennen und die Rötung auch nach dem Abschminken anhalten oder eine Schwellung auftritt, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, um eine Bindehautentzündung oder eine starke allergische Reaktion auszuschließen.