Was bedeutet die Abkürzung NYM bei Stromleitungen?

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Die Abkürzung NYM steht für eine standardisierte Bauart von elektrischen Leitungen, die in Deutschland am häufigsten für die Hausinstallation verwendet wird.

Hier ist die Aufschlüsselung der einzelnen Buchstaben nach der VDE-Norm:

  • N: Normenleitung (hergestellt nach deutschem VDE-Standard).
  • Y: Isolierung der Adern aus Polyvinylchlorid (PVC).
  • M: Mantelleitung (bedeutet, dass die isolierten Adern von einer gemeinsamen schützenden Kunststoffhülle, dem Mantel, umgeben sind).

Was bedeutet das in der Praxis?

Die NYM-Leitung ist die klassische "graue Leitung", die man für Steckdosen und Lichtschalter in Wänden verlegt.

Eigenschaften und Verwendung:

  • Einsatzort: Sie darf in, auf und unter Putz verlegt werden, ebenso in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie im Mauerwerk oder in Beton (ausgenommen Schüttel-, Rüttel- oder Stampfbeton).
  • Einschränkung: NYM-Leitungen dürfen nicht direkt im Erdboden verlegt werden (dafür nutzt man Erdkabel wie NYY). Im Freien dürfen sie nur verlegt werden, wenn sie vor direkter Sonneneinstrahlung (UV-Licht) geschützt sind.
  • Aufbau: Sie besteht meist aus Kupferadern, die einzeln mit PVC isoliert sind. Zwischen den Adern und dem Außenmantel befindet sich oft eine Füllmischung, die dem Kabel seine runde Form gibt.

Ein häufiges Beispiel: NYM-J 3x1,5

Oft liest man noch weitere Zusätze hinter dem NYM:

  • -J: Die Leitung hat einen grün-gelben Schutzleiter (Erdung).
  • -O: Die Leitung hat keinen grün-gelben Schutzleiter.
  • 3x: Die Anzahl der Adern (in diesem Fall 3).
  • 1,5: Der Querschnitt der einzelnen Ader in Quadratmillimetern (mm²).
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