Tutorial: Langsame Download-Geschwindigkeiten in der Xbox PC-App unter Windows 11 beheben
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du langsame Download-Geschwindigkeiten in der Xbox-App unter Windows 11 behebst.
Es ist frustrierend, wenn man ein neues Spiel spielen möchte, aber der Download nur mit einem Bruchteil deiner eigentlichen Internetleitung kriecht. Mit den folgenden Schritten kannst du die Download-Drosselung in Windows 11 aufheben.
Schritt 1: Übermittlungsoptimierung anpassen (Wichtigster Schritt)
Windows 11 hat eine Funktion, die Bandbreite für Updates und App-Downloads im Hintergrund reserviert oder begrenzt.
- Drücke
Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen. - Gehe links auf Windows Update und klicke dann auf Erweiterte Optionen.
- Scrolle nach unten und klicke auf Übermittlungsoptimierung.
- Stelle sicher, dass der Schalter bei Downloads von anderen PCs zulassen auf Aus steht (dies kann oft zu Schwankungen führen).
- Klicke nun auf Erweiterte Optionen (ganz unten).
- Wähle unter Download-Einstellungen die Option Absolute Bandbreite und trage dort extrem hohe Werte ein, ODER wähle Prozentsatz der gemessenen Bandbreite und schiebe beide Regler auf 100 %.
Schritt 2: Den Microsoft Store Cache leeren
Da die Xbox-App auf der Infrastruktur des Microsoft Stores basiert, kann ein voller Cache die Geschwindigkeit bremsen.
- Drücke
Windows-Taste + R. - Tippe
wsreset.exeein und drücke Enter. - Ein leeres schwarzes Fenster öffnet sich. Warte kurz, bis es sich automatisch schließt und der Microsoft Store sich öffnet. Der Cache ist nun geleert.
Schritt 3: Die Xbox-App reparieren oder zurücksetzen
Manchmal liegt ein Software-Fehler in der App selbst vor.
- Öffne die Einstellungen (Windows-Taste + I).
- Gehe zu Apps > Installierte Apps.
- Suche in der Liste nach Xbox.
- Klicke auf die drei Punkte (...) daneben und wähle Erweiterte Optionen.
- Scrolle nach unten und klicke erst auf Reparieren. Wenn das nichts hilft, klicke auf Zurücksetzen.
Schritt 4: Den DNS-Server ändern
Standard-DNS-Server deines Providers können manchmal langsam sein. Google oder Cloudflare DNS sind oft schneller.
- Drücke
Windows-Taste + R, tippencpa.cplein und drücke Enter. - Rechtsklicke auf deine aktive Verbindung (WLAN oder Ethernet) und wähle Eigenschaften.
- Doppelklicke auf Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4).
- Wähle "Folgende DNS-Serveradressen verwenden":
- Bevorzugter DNS:
8.8.8.8(Google) oder1.1.1.1(Cloudflare) - Alternativer DNS:
8.8.4.4oder1.0.0.1
- Bevorzugter DNS:
- Bestätige mit OK.
Schritt 5: Windows-Netzwerk-Drosselung per CMD deaktivieren
Windows nutzt manchmal ein Feature namens "Empfangsfenster-Autotuning", das Downloads einschränken kann.
- Drücke die Windows-Taste, suche nach cmd, rechtsklicke es und wähle Als Administrator ausführen.
- Tippe folgenden Befehl ein, um zu prüfen, ob es aktiv ist:
netsh interface tcp show global - Wenn bei "Autom. Abstimmungsgrad Empfangsfenster" der Wert auf normal steht, versuche ihn testweise zu deaktivieren (oder umgekehrt), falls deine Geschwindigkeit extrem niedrig ist:
netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled(Um es wieder rückgängig zu machen:netsh interface tcp set global autotuninglevel=normal).
Schritt 6: Glücksspiel "Gaming Services" (Spieldienste)
Die "Gaming Services" im Hintergrund sind oft fehleranfällig.
- Rechtsklick auf den Start-Button und wähle Terminal (Administrator).
- Gib folgenden Befehl ein, um die Dienste zu deinstallieren:
get-appxpackage Microsoft.GamingServices | remove-AppxPackage -allusers - Starte danach die Xbox-App neu. Sie wird dich auffordern, die Spieldienste neu zu installieren. Klicke auf "Installieren" im blauen Banner.
Bonus-Tipps:
- VPN ausschalten: Ein aktives VPN verlangsamt Downloads in der Xbox-App oft massiv.
- Hintergrund-Downloads: Stelle sicher, dass keine anderen Plattformen wie Steam, Epic Games oder Battle.net gleichzeitig Updates laden.
- Router-Neustart: Manchmal hilft der klassische Neustart des Routers, um IPv6-Probleme zu lösen.
Fazit: In 90 % der Fälle hilft Schritt 1 (Übermittlungsoptimierung) am effektivsten, da Windows hier standardmäßig eine "Bremse" für Hintergrundprozesse eingebaut hat.