Tutorial: Fehler „FAULTY HARDWARE CORRUPTED PAGE“ unter Windows 10 beheben
Hier ist ein ausführliches Tutorial, um den Bluescreen-Fehler „FAULTY_HARDWARE_CORRUPTED_PAGE“ unter Windows 10 zu beheben.
Der Fehlercode FAULTY_HARDWARE_CORRUPTED_PAGE (Stop-Code 0x0000012B) deutet meistens auf Probleme mit dem Arbeitsspeicher (RAM), veraltete Treiber oder beschädigte Systemdateien hin. In selteneren Fällen kann auch die Hardware selbst defekt sein.
Folge diesen Schritten nacheinander, um das Problem zu lösen.
Schritt 1: Windows-Updates durchführen
Oft liefert Microsoft wichtige Patches für Treiberkompatibilität über Windows Update aus.
- Drücke die Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehe zu Update und Sicherheit > Windows Update.
- Klicke auf Nach Updates suchen und installiere alle verfügbaren Updates.
- Starte den PC neu.
Schritt 2: Treiber aktualisieren (insbesondere Grafik und Chipsatz)
Veraltete oder inkompatible Treiber sind die häufigste Ursache für diesen Fehler.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf das Start-Symbol und wähle den Geräte-Manager.
- Suche besonders nach Grafikkarten und Chipsatz-Geräten (unter Systemgeräte).
- Klicke mit der rechten Maustaste auf das Gerät und wähle Treiber aktualisieren.
- Wähle Automatisch nach Treibern suchen.
- Empfehlung: Besuche die Website des Herstellers (NVIDIA, AMD, Intel oder Mainboard-Hersteller), um die aktuellsten Treiber manuell herunterzuladen.
Schritt 3: Windows-Speicherdiagnose ausführen (RAM-Check)
Da der Fehler oft durch fehlerhaften Arbeitsspeicher ausgelöst wird, solltest du diesen testen.
- Drücke die Windows-Taste, tippe
Windows-Speicherdiagnoseein und drücke Enter. - Wähle die Option Jetzt neu starten und nach Problemen suchen.
- Der PC startet neu und führt einen blauen Testbildschirm aus. Dies kann einige Minuten dauern.
- Wenn Fehler gefunden werden, ist höchstwahrscheinlich einer deiner RAM-Riegel defekt und muss ausgetauscht werden.
Schritt 4: Systemdateien reparieren (SFC und DISM)
Beschädigte Systemdateien können Speicherzugriffsfehler verursachen.
- Tippe
cmdin die Windows-Suche. - Klicke mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung und wähle Als Administrator ausführen.
- Gib nacheinander folgende Befehle ein und bestätige jeden mit Enter (warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist):
DISM.exe /Online /Cleanup-image /Restorehealthsfc /scannow
- Starte den PC nach Abschluss neu.
Schritt 5: Den Windows-Schnellstart deaktivieren
Der „Schnellstart“ speichert einen Teil des Kernels im RAM beim Herunterfahren, was manchmal zu Korruption führt.
- Drücke Windows-Taste + R, gib
controlein und drücke Enter (Systemsteuerung). - Gehe zu Hardware und Sound > Energieoptionen.
- Klicke links auf Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll.
- Klicke oben auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar (erfordert Admin-Rechte).
- Entferne den Haken bei Schnellstart aktivieren (empfohlen).
- Klicke auf Änderungen speichern.
Schritt 6: Festplatte auf Fehler prüfen (Chkdsk)
Ein Fehler im Dateisystem oder auf der Festplatte kann diesen Bluescreen ebenfalls triggern.
- Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator (wie in Schritt 4).
- Gib folgenden Befehl ein:
chkdsk C: /f /r - Bestätige die Frage, ob der Scan beim nächsten Neustart durchgeführt werden soll, mit J (für Ja).
- Starte den PC neu. Windows prüft nun beim Hochfahren das Laufwerk.
Schritt 7: BIOS/UEFI Update
Wenn die oben genannten Schritte nicht helfen, kann ein veraltetes BIOS die Ursache für Hardware-Inkompatibilitäten sein.
- Prüfe deine aktuelle BIOS-Version (Windows-Taste + R,
msinfo32eingeben). - Besuche die Support-Seite deines Mainboard-Herstellers (z. B. ASUS, MSI, Gigabyte).
- Lade die neueste BIOS-Version herunter und folge exakt den Anweisungen des Herstellers für das Update.
- Achtung: Ein BIOS-Update erfolgt auf eigene Gefahr. Ein Stromausfall währenddessen kann das Mainboard unbrauchbar machen.
Zusammenfassung
Wenn der Fehler nach all diesen Schritten weiterhin auftritt, ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Hardware-Komponente (meist der RAM oder die SSD/Festplatte) physisch beschädigt ist. In diesem Fall hilft oft nur der Austausch der betroffenen Hardware.