Tutorial: Hypervisor Blue Screen Fehler in Windows beheben

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den „Hypervisor Blue Screen Error“ (oft als HYPERVISOR_ERROR oder im Zusammenhang mit vmm.sys angezeigt) unter Windows 10 und 11 behebst.


Der Hypervisor-Fehler tritt meistens dann auf, wenn es Konflikte zwischen der Windows-Virtualisierung (Hyper-V), Drittanbieter-Software (wie VirtualBox oder VMware) oder den BIOS-Einstellungen gibt. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die gängigsten Lösungen.

Schritt 1: Hardware-Virtualisierung im BIOS/UEFI aktivieren

Bevor du Software-Einstellungen änderst, muss sichergestellt sein, dass deine CPU die Virtualisierung unterstützt und diese im BIOS aktiviert ist.

  1. Starte deinen PC neu und drücke während des Hochfahrens die entsprechende Taste, um ins BIOS/UEFI zu gelangen (meist Entf, F2, F10 oder F12).
  2. Suche nach Begriffen wie „Intel Virtualization Technology“ (VT-x) oder „AMD-V“ (meist unter dem Reiter „Advanced“, „CPU Configuration“ oder „Security“).
  3. Stelle sicher, dass die Option auf Enabled (Aktiviert) gesetzt ist.
  4. Speichere die Einstellungen (meist F10) und starte Windows neu.

Schritt 2: Hyper-V-Funktionen aus- und wieder einschalten

Oft hilft es, die Virtualisierungs-Features von Windows kurzzeitig zu deaktivieren, um beschädigte Konfigurationen zurückzusetzen.

  1. Drücke die Windows-Taste, tippe „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ ein und öffne das Ergebnis.
  2. Suche in der Liste nach folgenden Einträgen:
    • Hyper-V
    • Plattform für virtuelle Maschinen
    • Windows-Hypervisor-Plattform
  3. Entferne bei allen drei die Haken und klicke auf OK.
  4. Starte deinen PC neu.
  5. (Optional) Wenn du Virtualisierung benötigst, gehe erneut in das Menü und setze die Haken wieder. Starte danach erneut neu.

Schritt 3: Hypervisor-Starttyp über die Eingabeaufforderung erzwingen

Manchmal ist der Starttyp des Hypervisors in der Boot-Konfiguration falsch hinterlegt.

  1. Drücke die Windows-Taste, tippe „cmd“ ein, rechtsklicke auf die Eingabeaufforderung und wähle „Als Administrator ausführen“.
  2. Gib folgenden Befehl ein und drücke Enter: bcdedit /set hypervisorlaunchtype auto
  3. Solltest du den Hypervisor komplett deaktivieren wollen (um z. B. VirtualBox ohne Probleme zu nutzen), verwende: bcdedit /set hypervisorlaunchtype off
  4. Starte den Computer neu.

Schritt 4: Kernisolierung (Memory Integrity) deaktivieren

Einige Treiber vertragen sich nicht mit der „Kernisolierung“ von Windows, was zu Blue Screens führen kann.

  1. Gehe zu Einstellungen > Update & Sicherheit > Windows-Sicherheit (oder direkt „Windows-Sicherheit“ in die Suche tippen).
  2. Klicke auf Gerätesicherheit.
  3. Wähle unter Kernisolierung den Punkt Details zur Kernisolierung.
  4. Schalte den Schalter bei Speicher-Integrität auf Aus.
  5. Starte den PC neu.

Schritt 5: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)

Wenn beschädigte Systemdateien die Ursache sind, können die Windows-eigenen Reparatur-Tools helfen.

  1. Öffne die Eingabeaufforderung (CMD) als Administrator.
  2. Gib nacheinander folgende Befehle ein (warte jeweils, bis der Vorgang abgeschlossen ist):
    • dism /online /cleanup-image /restorehealth (Repariert das Windows-Image)
    • sfc /scannow (Prüft und repariert Systemdateien)
  3. Starte den PC nach Abschluss beider Befehle neu.

Schritt 6: Treiber aktualisieren (insbesondere Chipsatz und Grafik)

Veraltete Treiber sind eine häufige Ursache für BSOD-Fehler.

  1. Rechtsklick auf den Start-Button und wähle Geräte-Manager.
  2. Aktualisiere insbesondere die Treiber unter Prozessoren und Systemgeräte.
  3. Besuche die Website deines Mainboard-Herstellers (oder Laptop-Herstellers) und lade den neuesten Chipsatz-Treiber herunter.

Zusammenfassung

Der Hypervisor-Fehler ist meist ein Kommunikationsproblem zwischen Hardware und Windows. In 90 % der Fälle lösen Schritt 1 (BIOS) oder Schritt 3 (BCDedit) das Problem. Falls du Virtualisierungsprogramme von Drittanbietern nutzt, stelle sicher, dass diese in der aktuellsten Version installiert sind, da ältere Versionen oft nicht mit neuen Windows-Sicherheitsfeatures kompatibel sind.

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