Wie setze ich in PuTTY ein Timeout für inaktive Verbindungen?

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  1. Einleitung
  2. Timeout-Einstellungen in PuTTY
  3. Konfiguration der Keepalive-Intervalle
  4. Timeout für Verbindungsabbrüche automatisch erkennen
  5. Timeout erzwingen durch Serverseitige Einstellungen
  6. Zusammenfassung

Einleitung

PuTTY ist ein weit verbreiteter SSH-Client, der für die Verbindung zu entfernten Servern genutzt wird. Oft ist es sinnvoll, ein Timeout für inaktive Verbindungen festzulegen, damit die Verbindung automatisch getrennt wird, wenn keine Aktivität mehr erfolgt. Dieses Verhalten kann das Risiko von Verbindungsabbrüchen oder Sicherheitsproblemen wie unautorisierten Zugriffen verringern.

Timeout-Einstellungen in PuTTY

Im Gegensatz zu einigen anderen Clients bietet PuTTY nicht direkt eine Einstellung, um die Verbindung automatisch nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität komplett zu trennen. PuTTY bietet jedoch eine Möglichkeit, durch das Versenden sogenannter Keepalives die Verbindung aktiv zu halten oder eine Unterbrechung zu erkennen. Durch das Konfigurieren dieser Option kann man steuern, wie oft PuTTY Pakete sendet, um die Verbindung lebendig zu halten.

Konfiguration der Keepalive-Intervalle

Um die Keepalive-Optionen einzustellen, starten Sie PuTTY und navigieren im linken Menü zum Abschnitt Connection. Dort finden Sie das Eingabefeld "Sending of null packets to keep session active". Hier können Sie einen Wert in Sekunden eingeben, der angibt, nach wie vielen Sekunden Inaktivität PuTTY ein null-Paket sendet, um die Verbindung aufrechtzuerhalten.

Wenn Sie beispielsweise 60 eingeben, sendet PuTTY alle 60 Sekunden ein Keepalive-Paket. Diese Einstellung verhindert, dass Zwischenrouter oder Firewalls die Verbindung wegen Inaktivität trennen. Beachten Sie jedoch, dass diese Einstellung nicht selbst ein Timeout für die Trennung der Verbindung bedeutet, sondern eher das Gegenteil.

Timeout für Verbindungsabbrüche automatisch erkennen

PuTTY kann auch so konfiguriert werden, dass es automatisch erkennt, wenn die Verbindung unterbrochen wurde. Dazu muss man ebenfalls unter Connection das Feld "Seconds between keepalives (0 to turn off)" auf einen Wert größer als 0 setzen, beispielsweise 30 oder 60 Sekunden. Wenn nach dieser Zeit keine Antwort mehr vom Server kommt, beendet PuTTY die Sitzung.

Timeout erzwingen durch Serverseitige Einstellungen

Falls Sie tatsächlich möchten, dass die Verbindung nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität getrennt wird, so ist dies in der Regel eine Aufgabe des Servers, nicht von PuTTY selbst. Auf der Serverseite können SSHD-Konfigurationsparameter wie ClientAliveInterval und ClientAliveCountMax in der Datei /etc/ssh/sshd_config gesetzt werden. Diese steuern, nach welcher Zeit der Inaktivität eine Sitzung automatisch beendet wird.

Wenn Sie keine Kontrolle über den Server haben, können Sie in PuTTY nur die Keepalive-Optionen nutzen, um Verbindungsabbrüche zu verhindern oder schneller zu erkennen, nicht aber Timeout einer inaktiven Sitzung erzwingen.

Zusammenfassung

Um in PuTTY ein Timeout für inaktive Verbindungen zu simulieren, stellen Sie im Bereich Connection den Wert für die Keepalive-Pakete ein, damit die Verbindung entweder aktiv gehalten oder Verbindungsabbrüche schneller erkannt werden. Ein echtes Timeout, bei dem die Verbindung von PuTTY nach einer gewissen Inaktivität getrennt wird, existiert nicht direkt in den PuTTY-Einstellungen. Dieses Verhalten wird normalerweise auf Serverseite konfiguriert.

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