Wie kann man in Thunar einen Ordner als Root öffnen?

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  1. Einführung in Thunar und den Zugang als Root
  2. Warum sollte man Ordner als Root öffnen?
  3. Möglichkeiten, Thunar als Root zu starten
  4. Konkrete Vorgehensweise mit pkexec
  5. Alternativen und Risiken
  6. Fazit

Einführung in Thunar und den Zugang als Root

Thunar ist der standardmäßige Dateimanager der XFCE-Desktopumgebung und zeichnet sich durch seine Benutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit aus. In der Regel laufen Anwendungen unter den Rechten des aktuellen Benutzers, was bedeutet, dass für Aktionen, die Administratorrechte erfordern, spezielle Maßnahmen notwendig sind. Beispielsweise möchte man manchmal einen Ordner mit Root-Rechten öffnen, um auf systemgeschützte Dateien zuzugreifen oder Änderungen vorzunehmen, die höhere Berechtigungen erfordern.

Warum sollte man Ordner als Root öffnen?

Das Öffnen von Ordnern als Root ist dann sinnvoll, wenn man auf Dateien und Verzeichnisse zugreifen muss, die für normale Benutzer nicht zugänglich sind. Dies betrifft häufig Systemordner oder Konfigurationsdateien, die durch Berechtigungseinstellungen geschützt sind. Statt in der Kommandozeile mit sudo oder su zu arbeiten, bevorzugen viele Nutzer eine grafische Oberfläche, insbesondere in komplexeren Dateimanagement-Aufgaben.

Möglichkeiten, Thunar als Root zu starten

Um in Thunar einen Ordner als Root zu öffnen, muss Thunar selbst mit Administratorrechten gestartet werden. Dies geschieht häufig über das Terminal mit entsprechenden Befehlen wie sudo thunar oder pkexec thunar. Während sudo in vielen Distributionen noch gebräuchlich ist, wird pkexec bevorzugt, da es in grafischen Umgebungen besser mit PolicyKit zusammenarbeitet und die Nutzung von Root-Anwendungen sicherer und moderner handhabt.

Konkrete Vorgehensweise mit pkexec

3. Das System fordert nach Ihrem Passwort und gegebenenfalls nach einer Bestätigung, dass Thunar mit Root-Rechten ausgeführt wird.

4. Daraufhin startet Thunar mit Administratorrechten, sodass Sie beliebige Ordner als Root öffnen und bearbeiten können.

Alternativen und Risiken

Eine weitere Möglichkeit ist es, mit sudo thunar zu arbeiten. Diese Methode kann aber in manchen Desktopumgebungen zu Anzeigeproblemen führen, da Umgebungsvariablen nicht korrekt übernommen werden. Außerdem birgt das Arbeiten als Root in einer grafischen Anwendung Risiken: Fehlerhafte Aktionen können Systemdateien beschädigen oder unerwünschte Veränderungen hervorrufen. Deshalb sollte man stets vorsichtig sein und nur dann mit Root-Rechten arbeiten, wenn es unbedingt notwendig ist.

Fazit

Das Öffnen eines Ordners als Root in Thunar ist technisch möglich und wird meistens über den Befehl pkexec thunar realisiert. Dabei sollte man stets die Sicherheit im Blick behalten und sich bewusst sein, welche Änderungen man vornimmt. Für gelegentlichen administrativen Zugriff bietet diese Methode eine praktische und grafische Alternative zur reinen Kommandozeile.

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