Wie kann man eine QCOW2-Datei in Gnome Boxes importieren?
- Einführung in Gnome Boxes und QCOW2
- Direktes Importieren von QCOW2-Dateien in Gnome Boxes
- Vorbereitung zur Verwendung der QCOW2-Datei
- Erstellen einer neuen virtuellen Maschine mit der QCOW2-Datei
- Alternativen und manuelle Integration
- Fazit
Einführung in Gnome Boxes und QCOW2
Gnome Boxes ist eine anwenderfreundliche Virtualisierungssoftware, die vor allem für den Einsatz unter Linux-Desktopumgebungen entwickelt wurde. Sie ermöglicht das einfache Erstellen und Verwalten von virtuellen Maschinen (VMs). QCOW2 ist ein weitverbreitetes Dateiformat für virtuelle Festplatten, das von QEMU und KVM verwendet wird und sich durch Funktionen wie Snapshot-Fähigkeit und effiziente Speicherverwaltung auszeichnet.
Direktes Importieren von QCOW2-Dateien in Gnome Boxes
Leider bietet Gnome Boxes keine direkte Importfunktion für QCOW2-Dateien über die Benutzeroberfläche. Anders als bei fertigen Image-Dateien oder ISO-Installationsmedien lassen sich QCOW2-Dateien nicht einfach per Drag-and-Drop in Gnome Boxes öffnen. Stattdessen ist ein kleiner Umweg notwendig, um die QCOW2-Datei als virtuelle Festplatte in einer neuen VM zu verwenden.
Vorbereitung zur Verwendung der QCOW2-Datei
Zunächst sollte geprüft werden, ob die QCOW2-Datei ein bootfähiges Betriebssystem enthält. Wenn ja, kann sie als Festplatte zum Starten einer neuen VM verwendet werden. Es ist sinnvoll, vor dem Import eine Sicherung der QCOW2-Datei anzulegen, um Datenverlust zu vermeiden.
Erstellen einer neuen virtuellen Maschine mit der QCOW2-Datei
Um die QCOW2-Datei zu nutzen, öffnet man Gnome Boxes und beginnt mit der Erstellung einer neuen virtuellen Maschine. Anstatt ein neues Betriebssystem aus einer ISO-Datei zu installieren, wählt man die Option, eine vorhandene Festplattenabbilddatei zu verwenden. Diese Option ist manchmal nicht direkt sichtbar, weshalb ein kleiner Trick erforderlich ist: Man kann eine beliebige ISO-Datei auswählen, den Installationsprozess starten und die QCOW2-Datei anschließend manuell in das VM-Konfigurationsverzeichnis einfügen oder mit einem QEMU-Kommando verknüpfen.
Alternativen und manuelle Integration
Da Gnome Boxes auf QEMU/KVM basiert, besteht die Möglichkeit, die QCOW2-Datei mit dem Befehlszeilentool virt-manager oder direkt mit qemu-system-x86_64 einzubinden. Nach dem Anlegen der VM mit Gnome Boxes kann man die Konfiguration der virtuellen Maschine bearbeiten, um die QCOW2-Datei als primäre Festplatte zu nutzen. Alternativ lassen sich externe Tools verwenden, um die QCOW2-Datei in ein anderes Format zu konvertieren, das von Gnome Boxes besser unterstützt wird.
Fazit
Der direkte Import einer QCOW2-Datei in Gnome Boxes ist nicht ohne weiteres über die grafische Oberfläche möglich. Nutzer müssen entweder manuelle Schritte durchführen, um die QCOW2-Datei als Festplatte einzubinden, oder auf ergänzende Tools zurückgreifen. Trotz dieser Einschränkung ist es mit etwas technischem Verständnis machbar, eine QCOW2-Datei in einer Gnome Boxes-VM zu verwenden und so virtuelle Maschinen mit vorhandenen Disk-Images zu starten.
