Wie kann man eine .bak-Datei in Azure Data Studio importieren?

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  1. Einführung in Azure Data Studio und .bak-Dateien
  2. Vorbereitung zur Wiederherstellung einer .bak-Datei
  3. Wiederherstellung der .bak-Datei via T-SQL in Azure Data Studio
  4. Alternative Methoden und Hilfsmittel
  5. Fazit

Einführung in Azure Data Studio und .bak-Dateien

Azure Data Studio ist ein plattformübergreifendes, leichtgewichtiges Tool zur Verwaltung von SQL-Servern und Datenbanken. Eine der häufigsten Aufgaben besteht darin, eine Datenbank aus einer Sicherungsdatei im .bak-Format wiederherzustellen. Diese Backup-Datei enthält eine Sicherung der gesamten Datenbank, die auf einem SQL-Server erstellt wurde. Im Gegensatz zur herkömmlichen SQL Server Management Studio (SSMS) verfügt Azure Data Studio nicht über eine direkte grafische Benutzeroberfläche, um .bak-Dateien einfach zu importieren oder wiederherzustellen. Dennoch ist es möglich, eine .bak-Datei in Azure Data Studio zu importieren, indem man einige zusätzliche Schritte befolgt.

Vorbereitung zur Wiederherstellung einer .bak-Datei

Zunächst sollte sichergestellt werden, dass die .bak-Datei auf dem Server vorhanden ist, der die SQL Server-Instanz hostet, mit der Azure Data Studio verbunden ist. Die Datei muss idealerweise in einem Ordner liegen, auf den der SQL Server-Dienst Lesezugriff hat. Wenn sich die .bak-Datei auf einem lokalen Computer befindet, muss sie gegebenenfalls auf den Server übertragen werden.

Des Weiteren empfiehlt es sich, die bestehende Datenbanksituationen zu prüfen, um Konflikte zu vermeiden. Zum Beispiel darf der Name der wiederherzustellenden Datenbank nicht mit bereits existierenden Datenbanken kollidieren, sofern keine Überschreibung gewünscht ist.

Wiederherstellung der .bak-Datei via T-SQL in Azure Data Studio

Da Azure Data Studio keine integrierte grafische Wiederherstellungsfunktion für Backup-Dateien bietet, erfolgt die Wiederherstellung über T-SQL-Befehle. Über einen neuen Abfrage-Editor in Azure Data Studio kann man mit einem passenden Benutzerkonto, das ausreichende Berechtigungen besitzt, eine RESTORE DATABASE-Anweisung ausführen.

Der grundsätzliche Ablauf ist, den Speicherort der .bak-Datei im RESTORE-Befehl anzugeben. Dabei sollte der genaue Pfad auf dem SQL-Server-Host verwendet werden. Ein Beispielbefehl könnte folgendermaßen aussehen:

Die logischen Namen der Dateien können mit dem Befehl `RESTORE FILELISTONLY FROM DISK = Pfad\Datei.bak` ermittelt werden. Das ist wichtig, um die korrekten Zielorte für die physikalischen Daten- und Logdateien anzugeben.

Alternative Methoden und Hilfsmittel

Falls der Umgang mit T-SQL-Kommandos schwierig erscheint, kann die Kombination von Azure Data Studio und SQL Server Management Studio (SSMS) sinnvoll sein. SSMS verfügt über eine grafische Oberfläche für die Wiederherstellung von Sicherungen und kann direkt mit der .bak-Datei umgehen.

Weiterhin existieren in Azure Data Studio Erweiterungen und Plugins, die zusätzlichen Komfort bieten, allerdings sind diese für die Wiederherstellung von .bak-Dateien meist weniger ausgereift als die nativen Funktionen in SSMS.

Fazit

Zusammenfassend ist es zwar nicht möglich, eine .bak-Datei direkt in Azure Data Studio wie in SSMS mit wenigen Klicks zu importieren, aber die Wiederherstellung kann problemlos über T-SQL-Befehle durchgeführt werden. Die wesentlichen Schritte sind das Platzieren der Backup-Datei auf dem Server, das Ermitteln der logischen Dateinamen und das Ausführen des RESTORE DATABASE-Befehls in Azure Data Studio. Für Nutzer, die eine einfachere grafische Bedienung bevorzugen, empfiehlt sich die Nutzung von SSMS oder ergänzenden Tools.

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