Wie kann ich mehrere Google Tag Manager Container in einer App verwalten?

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  1. Grundprinzipien und Container-Konzept
  2. Technische Umsetzung in einer Web-App
  3. Verwaltung in native mobilen Apps (iOS/Android)
  4. Best Practices bei der Verwaltung mehrerer Container
  5. Fazit

Wenn du mehrere Google Tag Manager (GTM) Container in einer App verwalten möchtest, kann das durchaus komplex sein, aber es ist machbar und lässt sich gut strukturieren. Dies ist besonders dann relevant, wenn verschiedene Container für unterschiedliche Bereiche der App, verschiedene Umgebungen (zum Beispiel Produktion und Testing) oder für verschiedene Teams und Tracking-Zwecke verwendet werden. Im Folgenden wird erklärt, wie dieser Prozess ablaufen kann und welche Aspekte du berücksichtigen solltest.

Grundprinzipien und Container-Konzept

Ein Google Tag Manager Container fungiert als Sammelstelle für Tags, Trigger und Variablen, die Nutzerinteraktionen und andere Ereignisse erfassen und an verschiedene Tracking- und Analyse-Tools weiterleiten. Wenn mehrere Container in einer App Verwendung finden, müssen diese so implementiert werden, dass sie harmonisch nebeneinander laufen, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen oder die Performance negativ zu beeinflussen. Dabei solltest du bedenken, dass üblicherweise ein Container-Snippet pro Seite oder App-Instanz implementiert wird. Um mehrere Container zu nutzen, muss die Implementierung individuell auf die Anforderungen angepasst werden.

Technische Umsetzung in einer Web-App

In einer Webapplikation kannst du mehrere Container-Snippets innerhalb des HTML-Codes der Seite einbinden. Standardmäßig besteht der GTM-Code aus einem Script-Tag im Head und einem NoScript-Tag direkt nach dem Body-Tag. Für mehrere Container kopierst du diese jeweils mit der entsprechenden Container-ID (GTM-XXXXXX) und passt die einzelnen Container so an, dass diese parallel geladen werden.

Wichtig ist, dass die Namespaces und Variablen der einzelnen Container nicht konfligieren. Um das zu gewährleisten, solltest du nicht einfach die GTM-Standard-Implementierung mehrmals kopieren, sondern die Container individuell mittels JavaScript dynamisch initialisieren und dabei Container-spezifische Ladefunktionen verwenden. Eine Möglichkeit besteht darin, das GTM-Container-Script manuell mit angepasster dataLayer-Konfiguration pro Container zu laden. Dadurch kannst du unterschiedliche dataLayer Arrays verwenden, die für jeden Container separat Events erfassen.

Hierbei bietet es sich an, für jeden Container eine eigene Variable (Beispielsweise dataLayer1, dataLayer2 usw.) zu definieren und die jeweiligen Container-Scripts so zu modifizieren, dass sie mit dem entsprechenden dataLayer kommunizieren. Das bedeutet, dass du für jeden Container sein eigenes dataLayer-Objekt erstellst und dann in der GTM-Konfiguration sicherstellst, dass dieser Container nur auf dieses Objekt zugreift.

Verwaltung in native mobilen Apps (iOS/Android)

Bei nativen Apps funktioniert die GTM-Integration anders als im Web, da hier die Container als JSON-Dateien exportiert und über SDKs eingebunden werden. Möchtest du mehrere Container in einer mobilen App verwenden, so musst du diese Container separat in das Projekt einbinden und im Code unterschiedliche Instanzen des GTM-Containers starten.

GTM bietet zwar standardmäßig keine direkte Unterstützung für mehrere Container gleichzeitig in einem SDK, du kannst aber mehrere GTM-Container als unterschiedliche Instanzen initialisieren, indem du sie mit unterschiedlichen Containernamen oder Aliasen lädst. Dazu erstellst du pro Container eine JSON-Datei und lädst sie zur Laufzeit in separaten Objekten. Anschließend kannst du die jeweiligen Tracker über ihre Container-Konfiguration ansprechen. Das erfordert allerdings aufwendigere Code-Organisation und ein sorgfältiges Event-Management, da die Container unabhängig voneinander arbeiten.

Best Practices bei der Verwaltung mehrerer Container

Auch wenn mehrere Container technisch möglich sind, empfehlen viele Experten eine statt mehrerer Container eher die Nutzung eines einzelnen GTM-Containers mit unterschiedlichen Workspaces, Umgebungen oder auf Container-Ebene gesteuerten Triggern und Variablen. So lässt sich die Verwaltung simplifizieren und die Übersichtlichkeit verbessern. Wenn mehrere Container dennoch notwendig sind, solltest du in jedem Fall dafür sorgen, dass die DatenLayer-Objekte sauber voneinander getrennt sind, um keine unerwünschten Überschneidungen oder Datenverlust zu riskieren.

Im Monitoring solltest du darauf achten, ob die Container korrekt geladen werden, keine Performance-Probleme verursachen und die gewünschten Events zuverlässig erfassen. Tools wie die Vorschau- und Debug-Funktion im Google Tag Manager helfen dabei.

Fazit

Das Verwalten mehrerer Google Tag Manager Container in einer App ist möglich und kann sowohl im Web als auch in nativen Umgebungen umgesetzt werden. Im Web kannst du mehrere Container-Snippets oder dataLayer-Varianten parallel verwenden und diese gezielt in verschiedene Bereiche der App integrieren. In mobilen Apps werden die Container als Dateien separat geladen und über unterschiedliche Instanzen verwaltet. Dennoch sollte die Nutzung mehrerer Container immer gut geplant werden, um Fehlerquellen zu vermeiden und die Performance der App nicht negativ zu beeinflussen. Alternativ kann es sinnvoll sein, die verschiedenen Tracking-Ziele innerhalb eines einzigen Containers mittels geeigneter Konfigurationen umzusetzen.

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