Wie kann ich in SyncBack einen Abgleich zwischen zwei Ordnern mit verschiedenen Dateisystemen durchführen?

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  1. Einleitung
  2. Vorbereitung und Anforderungen
  3. Erstellen eines neuen Profils für die Synchronisation
  4. Quell- und Zielordner auswählen
  5. Einstellungen und Optionen anpassen
  6. Testlauf durchführen
  7. Synchronisation starten und überwachen
  8. Besonderheiten bei verschiedenen Dateisystemen
  9. Fazit

Einleitung

SyncBack ist ein vielseitiges Backup- und Synchronisationstool, das es ermöglicht, Dateien und Ordner zwischen unterschiedlichen Speicherorten zu synchronisieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Quell- und Zielordner auf verschiedenen Dateisystemen befinden, wie zum Beispiel NTFS, FAT32, exFAT oder auch Netzlaufwerke und externe Medien. In diesem Beitrag wird ausführlich erklärt, wie Sie in SyncBack einen Abgleich zwischen zwei Ordnern mit unterschiedlichen Dateisystemen durchführen können.

Vorbereitung und Anforderungen

Bevor Sie mit dem Abgleich beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass beide Ordner zugänglich sind. Das heißt, das Laufwerk oder der Speicherort mit dem jeweiligen Dateisystem muss vom Betriebssystem erkannt und gemountet sein. SyncBack kommuniziert mit dem Dateisystem über das Betriebssystem, weshalb Unterschiede im Dateisystem für das Programm grundsätzlich transparent sind. Dennoch gibt es einige Besonderheiten: Manche Dateisysteme unterstützen nicht alle Dateiattribute oder unterscheiden sich in Bezug auf Groß- und Kleinschreibung. Diese Faktoren sollten bei der Synchronisation berücksichtigt werden, um Datenverlust oder unerwartete Konflikte zu vermeiden.

Erstellen eines neuen Profils für die Synchronisation

Starten Sie SyncBack und wählen Sie die Option, ein neues Profil zu erstellen. Geben Sie dem Profil einen aussagekräftigen Namen, der die Aufgabe des Abgleichs beschreibt, z. B. "Ordnerabgleich NTFS zu exFAT". Wählen Sie im nächsten Schritt den Profiltp "Synchronisation" aus, da dieser Modus Dateien und Ordner in beiden Verzeichnissen abgleicht und Änderungen in beide Richtungen kopiert.

Quell- und Zielordner auswählen

Unter den Profileinstellungen definieren Sie anschließend den Quell- und Zielordner. Klicken Sie auf Durchsuchen und wählen Sie den ersten Ordner aus. Stellen Sie sicher, dass der Pfad korrekt ist und der Ordner alle Daten enthält, die abgeglichen werden sollen. Danach wählen Sie den Zielordner, der sich auf dem anderen Dateisystem befinden kann. Beispielsweise könnte der Quellordner auf einer internen NTFS-Partition liegen und der Zielordner auf einem externen USB-Laufwerk mit FAT32 oder exFAT. SyncBack behandelt beide Ordner gleichwertig, unabhängig vom Dateisystem.

Einstellungen und Optionen anpassen

Da unterschiedliche Dateisysteme verschiedene Einschränkungen haben, empfiehlt es sich, die erweiterten Optionen in SyncBack anzupassen. Hier lassen sich beispielsweise die Behandlung von Dateiattributen, Zeitstempeln und großen Dateien konfigurieren. Für Dateisysteme wie FAT32, die keine Dateien größer als 4 GB unterstützen, sollten Sie entsprechende Warnungen aktivieren oder die Profileinstellungen so anpassen, dass große Dateien ausgespart werden. Weiterhin kann man in den Einstellungen festlegen, ob Unterordner synchronisiert werden, wie mit versteckten oder Systemdateien verfahren wird und ob gelöschte Dateien automatisch entfernt werden sollen.

Testlauf durchführen

Bevor Sie den Abgleich endgültig ausführen, empfiehlt es sich, einen Testlauf (Dry Run) durchzuführen. Dabei simuliert SyncBack den Synchronisationsvorgang, ohne tatsächlich Dateien zu kopieren oder zu löschen. So sehen Sie, welche Änderungen vorgenommen würden und können gegebenenfalls die Einstellungen anpassen, um unerwünschten Datenverlust oder Fehlkopien zu vermeiden.

Synchronisation starten und überwachen

Nach erfolgreichem Testlauf starten Sie den endgültigen Abgleich. SyncBack zeigt während und nach der Synchronisation detaillierte Protokolle über durchgeführte Aktionen, Fehler oder Konflikte an. So haben Sie die Kontrolle darüber, wie Dateien zwischen den unterschiedlichen Dateisystemen abgeglichen wurden. Bei Bedarf können Sie jederzeit das Profil anpassen und erneut ausführen.

Besonderheiten bei verschiedenen Dateisystemen

Beim Synchronisieren zwischen unterschiedlichen Dateisystemen sollten Sie stets die jeweiligen Besonderheiten im Blick behalten. Beispielsweise unterstützt NTFS Zugriffsrechte (ACLs), die FAT32 oder exFAT nicht abbilden können. Diese werden von SyncBack in der Regel nicht übertragen, was jedoch meistens unproblematisch ist – bedenken Sie jedoch, dass Berechtigungen verloren gehen können. Außerdem können Dateinamen in manchen Systemen keine Sonderzeichen oder längere Namen enthalten. SyncBack kann hier Umbenennungen vornehmen oder Warnungen ausgeben. Beachten Sie auch die Zeitstempel, die je nach Dateisystem unterschiedlich genau oder eingestellt sein können.

Fazit

Mit SyncBack ist es problemlos möglich, einen Abgleich zwischen zwei Ordnern durchzuführen, auch wenn diese auf unterschiedlichen Dateisystemen liegen. Durch die Auswahl des Synchronisationsmodus, die richtige Wahl der Quell- und Zielordner und die Anpassung der Einstellungen können Sie einen zuverlässigen und effizienten Abgleich sicherstellen. Wichtig sind dabei insbesondere die Berücksichtigung der Eigenheiten der jeweiligen Dateisysteme und die Nutzung des Testlaufs, um unerwartete Situationen zu vermeiden.

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