Wie kann ich in Cyberduck Dateien und Verzeichnisse per Filter ausblenden?

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  1. Kurzüberblick: Filterfunktion in Cyberduck
  2. Anzeige verbergter Dateien
  3. Ausschluss beim Hochladen/Synchronisieren
  4. Serverseitige Filter und .gitignore/.dockerignore-artige Dateien
  5. Nutzung der Kommandozeile (duck) für feingranulare Filter
  6. Plugins, Alternative Clients und Workarounds
  7. Zusammenfassung

Kurzüberblick: Filterfunktion in Cyberduck

Cyberduck selbst bietet keine klassische integrierte Option, um Dateien und Verzeichnisse per permanenter Filterregel in der Listenansicht vollständig auszublenden wie manche Dateimanager. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, unerwünschte Elemente sichtbar zu unterdrücken oder von Synchronisations- und Upload-Operationen auszunehmen, etwa durch Anzeigeoptionen, Lesezeichen-/Ansichts-Einstellungen, Serverseitige Regeln und Ausschlusslisten bei Übertragungsfunktionen.

Anzeige verbergter Dateien

Viele Server und lokale Systeme markieren Dateien als versteckt (z. B. Dateinamen, die mit einem Punkt beginnen). In Cyberduck lassen sich diese oft über die allgemeinen Einstellungen ein- oder ausblenden. Unter macOS können Sie in den Cyberduck-Einstellungen die Option für dotfiles/hidden files aktivieren oder deaktivieren, sodass Dateien, die mit einem Punkt beginnen, nicht angezeigt werden. Das ist keine granulare Filterfunktion, aber oft ausreichend, um typische Systemdateien auszublenden.

Ausschluss beim Hochladen/Synchronisieren

Wenn Sie Uploads oder Synchronisationen durchführen, bietet Cyberduck die Möglichkeit, Dateien per Ausschlussliste zu ignorieren. Beim Verwenden der Synchronisation oder beim Einsatz der Kommandozeilen-Variante duck (CLI) können Sie sogenannte Ignore- oder Exclude-Pattern angeben (z. B. *.log, node_modules/). Diese Muster verhindern, dass bestimmte Dateien/Ordner übertragen werden, und wirken damit wie Filter für Übertragungen, nicht für die reine Anzeige.

Serverseitige Filter und .gitignore/.dockerignore-artige Dateien

Viele Remote-Server oder Dienste (z. B. Git-ähnliche Workflows oder Deployment-Tools) respektieren ignore-Dateien wie .gitignore oder .dockerignore. Cyberduck zeigt solche Dateien standardmäßig an, aber wenn Sie serverseitig Regeln einrichten (z. B. Webserver-Konfigurationen oder SFTP-Server-Skripte), können Sie anfragen, dass bestimmte Verzeichnisse nicht gelistet werden. Das erfordert Zugriff und Konfiguration auf dem Server.

Nutzung der Kommandozeile (duck) für feingranulare Filter

Cyberduck stellt ein Kommandozeilen-Tool namens duck bereit. Mit duck können Sie komplexere Ausschlussmuster beim Kopieren oder Synchronisieren verwenden. Patterns und reguläre Ausdrücke lassen sich dort als Parameter übergeben, sodass Transfers Dateien und Ordner, die bestimmten Regeln entsprechen, ignorieren. Das ist die flexibelste Methode, wenn es um Ausblend- bzw. Ausschlussregeln für Operationen geht.

Plugins, Alternative Clients und Workarounds

Falls Sie eine grafische, dauerhafte Filterfunktion benötigen, können Plugins oder alternative SFTP/FTP-Clients (z. B. Transmit auf macOS) besser geeignete, eingebaute Filter bieten. Als Workaround in Cyberduck können Sie mit lokalen .hidden-Dateien oder Umbenennung (Prefix mit Punkt) arbeiten, um Objekte aus der Standardansicht zu verbannen, sofern die Anzeige versteckter Dateien deaktiviert ist.

Zusammenfassung

Cyberduck bietet keine umfassende grafische Funktion, um beliebige Dateien/Verzeichnisse dauerhaft aus der Ansicht zu filtern, wohl aber Optionen zum Ausblenden versteckter Dateien, Ausschlussmuster beim Upload/Synchronisation über die GUI oder das duck-CLI und die Möglichkeit, serverseitige Regeln zu nutzen. Für feinere, permanente Filterfunktionen sind duck-CLI, Serverkonfigurationen oder alternative Clients die praktikabelsten Wege.

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