Wie kann ich Chrome benachbarte Tabs oder Fenster automatisch anordnen?

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  1. Einführung
  2. Tabs innerhalb eines Chrome-Fensters anordnen
  3. Fenster nebeneinander anordnen mit Betriebssystem-Funktion
  4. Automatisierung durch Skripte oder externe Tools
  5. Fazit

Einführung

Google Chrome bietet von Haus aus keine eingebaute Funktion, um mehrere Tabs oder Fenster automatisch nebeneinander anzuordnen, wie man es beispielsweise von bestimmten Desktop-Managern kennt. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, durch externe Tools, Erweiterungen oder Betriebssystem-Funktionen die Oberfläche so zu gestalten, dass Tabs oder Fenster bequem nebeneinander angezeigt werden können.

Tabs innerhalb eines Chrome-Fensters anordnen

Innerhalb eines einzelnen Chrome-Fensters ist es nicht möglich, Tabs visuell nebeneinander anzuzeigen, da Chrome standardmäßig Tabs nur als Reiterleiste oben darstellt. Eine Option, die dies näherungsweise ermöglicht, sind Erweiterungen wie Tab Scissors oder Tab Resize. Diese Erweiterungen erlauben das Aufteilen des Browserfensters durch Öffnen von Tabs in neue Fenster, die anschließend automatisch nebeneinander angeordnet werden.

Mit Tab Resize zum Beispiel kann man vorgeben, wie viele Fenster horizontal oder vertikal geöffnet werden sollen. Die Erweiterung teilt die aktuell geöffneten Tabs auf separate Fenster auf und ordnet diese entsprechend dem Bildschirm automatisch an. Dadurch entsteht der Eindruck von nebeneinander angeordneten Tabs.

Fenster nebeneinander anordnen mit Betriebssystem-Funktion

Bei mehreren Chrome-Fenstern kann das Betriebssystem gewissermaßen helfen. Sowohl Windows als auch macOS und viele Linux-Distributionen bieten Funktionen zum automatischen Anordnen offener Fenster.

Unter Windows kann man beispielsweise mit den Tastenkombinationen Windows-Taste + Pfeil nach links und Windows-Taste + Pfeil nach rechts ein Fenster an die jeweilige Bildschirmhälfte "andocken". Dadurch lassen sich zwei Fenster sehr leicht nebeneinander arrangieren. Mit dem Snapping-Feature von Windows 11 können auch mehr Fenster in verschiedene Bereiche verteilt werden.

Auf macOS nutzt man Mission Control oder Drittanbieter-Tools wie Magnet oder Rectangle, welche die Fenster per Tastenkürzel automatisch nebeneinander oder in einem gewünschten Raster anordnen. Unter Linux bieten Fenster-Manager wie GNOME oder KDE ähnliche Funktionen oder sogar erweiterte Kacheln (Tiling Windows).

Automatisierung durch Skripte oder externe Tools

Für fortgeschrittene Nutzer besteht die Möglichkeit, über Skripte oder externe Tools noch mehr Kontrolle zu gewinnen. Unter Windows etwa kann AutoHotkey dazu verwendet werden, Fensterpositionen von Chrome automatisch zu übernehmen und an voreingestellte Bildschirmbereiche zu verschieben. Ein Skript kann dann auf Knopfdruck bestimmte Fenster in definierte Positionen bringen.

Auf Mac lassen sich mit AppleScript oder Automator ähnliche Automatisierungen umsetzen, um Fenstergrößen und -positionen zu steuern.

Fazit

Google Chrome selbst bietet kein direktes Feature, um mehrere Tabs nebeneinander anzuordnen. Dennoch kann man durch Erweiterungen wie Tab Resize oder Betriebssystem-Funktionen verschiedene Fenster schnell und übersichtlich nebeneinander platzieren. Wer einen noch höheren Automatisierungsgrad wünscht, kann sich je nach Betriebssystem mit Skripten oder Drittanbieter-Tools behelfen, um ein bequemes und effizientes Arbeiten mit mehreren Chrome-Tabs oder -Fenstern zu gewährleisten.

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