Wie deaktiviere ich automatisch startende Anwendungen in der GNOME Shell?

Melden
  1. Einführung
  2. Verwendung der grafischen Oberfläche "Startprogramme" (gnome-session-properties)
  3. Manuelles Entfernen von Autostart-Dateien
  4. Deaktivieren über die GNOME Einstellungen und Erweiterungen
  5. Zusammenfassung

Einführung

Unter der GNOME Shell werden automatisch startende Anwendungen bei jedem Benutzerlogin gestartet, um bestimmte Dienste, Programme oder Hilfswerkzeuge direkt bereitzustellen. Manchmal kann es sinnvoll sein, diese automatisch gestarteten Programme zu deaktivieren, um den Systemstart zu beschleunigen, Ressourcen zu sparen oder unerwünschte Programme auszuschließen. Im Folgenden wird erläutert, wie Sie diese Anwendungen finden und deaktivieren können.

Verwendung der grafischen Oberfläche "Startprogramme" (gnome-session-properties)

GNOME bietet eine einfache Möglichkeit, die automatisch startenden Anwendungen zu verwalten, durch die Anwendung gnome-session-properties. Diese müssen Sie eventuell zuerst installieren, da sie nicht immer per Standard vorhanden ist. Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie gnome-session-properties ein. Es öffnet sich ein Fenster, in dem alle derzeit eingerichteten automatisch startenden Anwendungen angezeigt werden. Hier können Sie einzelne Einträge abwählen oder entfernen, um zu verhindern, dass sie beim Login gestartet werden. Änderungen werden sofort übernommen und sind beim nächsten Start gültig.

Manuelles Entfernen von Autostart-Dateien

Automatisch startende Anwendungen werden meist über sogenannte .desktop-Dateien gesteuert, die sich in bestimmten Verzeichnissen befinden. Für systemweite Autostarts sind diese Dateien häufig unter /etc/xdg/autostart/ zu finden, wohingegen benutzerspezifische Autostarts unter ~/.config/autostart/ gespeichert sind.

Wenn Sie eine Anwendung deaktivieren möchten, ohne sie komplett zu löschen, können Sie die entsprechende .desktop-Datei aus /etc/xdg/autostart/ in Ihr benutzerspezifisches Verzeichnis ~/.config/autostart/ kopieren und dort bearbeiten. Öffnen Sie die Datei mit einem Texteditor und fügen Sie am Ende der Datei die Zeile Hidden=true hinzu. Dadurch wird die Anwendung beim Start für diesen Benutzer ausgeblendet, ohne dass die systemweite Konfiguration verändert wird.

Deaktivieren über die GNOME Einstellungen und Erweiterungen

Einige automatisch startende Programme sind auch in den GNOME Einstellungen unter Startprogramme oder Sitzungsverwaltungen gelistet. Je nach Distribution und GNOME-Version kann diese Einstellung etwas variieren. Manche Anwendungen bieten zudem eigene Optionen in ihren Einstellungen, um den automatischen Start zu steuern. Zusätzlich können Sie GNOME-Erweiterungen nutzen, die erweiterte Kontrolle über Autostarts erlauben.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie automatisch startende Anwendungen in der GNOME Shell entweder über die grafische Anwendung gnome-session-properties verwalten, manuell .desktop-Dateien bearbeiten oder entsprechende Einstellungen und Erweiterungen innerhalb von GNOME verwenden können. Für den meisten Anwender bietet die grafische Oberfläche eine einfache und effektive Möglichkeit, Autostarts zu deaktivieren, während das manuelle Editieren mehr Flexibilität und Kontrolle bietet.

0