Welche Schritte sind notwendig, um die Matomo App auf einem eigenen Server zu installieren?
- Vorbereitung des Servers
- Download und Vorbereitung der Matomo Dateien
- Einrichtung der Datenbank
- Start des Installationsprozesses über den Browser
- Konfiguration der Systemumgebung und Sicherheit
- Integration des Tracking-Codes in Ihre Website
- Wartung und Updates
Vorbereitung des Servers
Bevor Sie mit der Installation von Matomo beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Server die Mindestanforderungen erfüllt. Matomo benötigt in der Regel einen Webserver wie Apache oder Nginx, PHP (mindestens Version 7.2 oder höher) mit den erforderlichen Erweiterungen und eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank. Überprüfen Sie auch, dass Sie Zugang zu den Dateisystemen Ihres Servers haben und Datenbanken anlegen können. Idealerweise sollten Sie darüber hinaus ein SSL-Zertifikat für eine sichere HTTPS-Verbindung bereitstellen.
Download und Vorbereitung der Matomo Dateien
Besuchen Sie die offizielle Matomo-Webseite und laden Sie die aktuelle Version der Matomo App als ZIP-Archiv herunter. Alternativ können Sie das Repository auch per Git klonen. Laden Sie die Dateien anschließend auf Ihren Webserver in das gewünschte Verzeichnis hoch, in dem Matomo erreichbar sein soll, beispielsweise unter /var/www/html/matomo. Nachdem die Dateien auf dem Server liegen, entpacken Sie das Archiv, falls nötig, und stellen Sie sicher, dass die Berechtigungen korrekt gesetzt sind, sodass der Webserver auf alle Dateien und Ordner zugreifen kann.
Einrichtung der Datenbank
Matomo benötigt eine eigene Datenbank zur Speicherung aller Analysedaten. Öffnen Sie das Datenbankverwaltungswerkzeug Ihrer Wahl, wie phpMyAdmin oder die MySQL-Konsole, und erstellen Sie eine neue Datenbank für Matomo. Notieren Sie sich den Datenbanknamen, den Benutzernamen und das Passwort, da diese Informationen später während der Installation abgefragt werden. Achten Sie darauf, dass der Datenbanknutzer ausreichende Rechte besitzt, um Tabellen zu erstellen, zu ändern und Daten einzufügen.
Start des Installationsprozesses über den Browser
Öffnen Sie nun in einem Browser die URL, unter der Sie Matomo installiert haben, beispielsweise https://ihredomain.de/matomo. Dies startet den automatischen Installationsassistenten. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Sie werden unter anderem nach der Datenbankverbindung gefragt, wo Sie die zuvor erstellten Daten eingeben. Zudem können Sie grundlegende Einstellungen vornehmen, wie etwa Standort, Zeitformat und Einrichtung des ersten Administratoraccounts für die Matomo-Oberfläche.
Konfiguration der Systemumgebung und Sicherheit
Nachdem die Installation abgeschlossen ist, empfiehlt es sich, bestimmte Sicherheitseinstellungen zu prüfen. Entfernen Sie gegebenenfalls den Installationsordner, falls dieser durch den Installationsassistenten nicht automatisch entfernt wurde. Stellen Sie sicher, dass Ihr Webserver und PHP richtig konfiguriert sind, um optimale Leistung zu gewährleisten. Aktivieren Sie HTTPS, um die Kommunikation zwischen Benutzern und dem Matomo-Server abzusichern. Außerdem können Sie in Matomo selbst Rechte und Nutzerrollen definieren, um Zugriffskontrolle zu ermöglichen.
Integration des Tracking-Codes in Ihre Website
Um mit der Datenerfassung zu beginnen, erhalten Sie nach der Installation einen Tracking-Code von Matomo, den Sie in den Quellcode Ihrer Webseite einfügen müssen. Typischerweise wird dieser JavaScript-Code im <head>-Bereich oder direkt vor dem schließenden </body>-Tag jeder Seite integriert. So können alle Besuche, Ereignisse und weitere Interaktionen erfasst und in Matomo ausgewertet werden. Alternativ bieten viele CMS auch Plugins an, die das Einfügen und die Verwaltung des Tracking-Codes erleichtern.
Wartung und Updates
Stellen Sie sicher, dass Ihr Matomo-System stets aktuell gehalten wird, um von neuen Funktionen und Sicherheitsupdates zu profitieren. Sie können Updates entweder über die Matomo-Weboberfläche installieren oder manuell die neuen Dateien auf den Server laden und vorhandene Dateien ersetzen. Erstellen Sie regelmäßig Backups von Datenbank und Dateien, um im Fall von Problemen oder Datenverlust schnell reagieren zu können. Für größere Installationen empfiehlt sich zudem die Überwachung der Serverressourcen und regelmäßige Prüfung der Logdateien.
