Welche Dateiformate erkennt GrandPerspective beim Scan nicht?

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  1. Einleitung
  2. Arbeitsweise von GrandPerspective
  3. Dateiformate und Erkennung
  4. Limitierungen bei speziellen Dateisystemstrukturen
  5. Zusammenfassung

Einleitung

GrandPerspective ist ein beliebtes Tool zur Visualisierung der Speicherbelegung auf macOS-Systemen. Es scannt Festplatten und zeigt die verwendeten Speicherbereiche grafisch an, um große Dateien und Ordner schnell zu identifizieren. Dabei arbeitet das Programm auf Dateisystemebene und konzentriert sich auf die Größe der Dateien, unabhängig von deren Format. Dennoch gibt es bestimmte Dateitypen, die GrandPerspective beim Scan nicht erkennt oder nicht korrekt darstellen kann.

Arbeitsweise von GrandPerspective

GrandPerspective analysiert den Speicherplatz, indem es die Dateisystem-Metadaten ausliest, um die Größe und Lage von Dateien auf der Festplatte zu ermitteln. Dabei spielt das eigentliche Dateiformat keine direkte Rolle, da die Software nicht versucht, die Inhalte der Dateien zu interpretieren, sondern lediglich deren Speicherplatzverbrauch ermittelt.

Dateiformate und Erkennung

Da GrandPerspective auf dem Dateisystem aufsetzt und keine speziellen Parser für unterschiedliche Formate benötigt, erkennt es grundsätzlich alle Dateien, die von macOS im Dateisystem verwaltet und als Dateien sichtbar sind. Dies schließt im Prinzip alle gängigen Dateiformate ein, unabhängig davon, ob es sich um Dokumente, Bilder, Videos oder andere Dateitypen handelt.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Dateien, die nicht als reguläre Dateien im Dateisystem vorhanden sind, sondern durch spezielle Mechanismen repräsentiert werden, können von GrandPerspective nicht erkannt werden. Dazu gehören beispielsweise symbolische Links ohne Ziel, versteckte temporäre Dateien, bestimmte verschlüsselte Container und besonders Dateien innerhalb von virtuellen Dateisystemen wie etwa Time Machine Snapshots oder gemounteten Images, die temporär oder systembedingt anders gehandhabt werden.

Limitierungen bei speziellen Dateisystemstrukturen

GrandPerspective scannt standardmäßig das aktive Dateisystem und berücksichtigt keine gespiegelten oder versteckten Volumes, die vom System verwaltet werden. In diesen speziellen Speicherbereichen können Dateien vorhanden sein, die von GrandPerspective nicht erkannt oder dargestellt werden, weil sie entweder nicht direkt zugänglich sind oder in einem Format vorliegen, das das Programm nicht als reguläre Datei interpretiert.

Zusammenfassung

Im Grunde erkennt GrandPerspective beim Scan alle Dateiformate, da es auf der Basis des Dateisystems und nicht anhand des Inhalts arbeitet. Dennoch gibt es Einschränkungen bei Dateien, die nicht als reguläre Dateien vorhanden sind, z. B. symbolische Links ohne Ziel, spezielle temporäre oder versteckte Dateien, verschlüsselte Container oder Dateien in virtuellen Dateisystemen. Diese werden vom Programm entweder gar nicht oder nur unvollständig erkannt. Für den normalen Benutzer bedeutet dies, dass alle sichtbaren Dateien im Finder auch in GrandPerspective dargestellt werden – versteckte oder system-interne Dateien können jedoch ausgeblendet bleiben oder ignoriert werden.

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