Warum zeigt CrystalDiskInfo bei meiner externen Festplatte keine SMART-Daten an?

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  1. Grundlagen von SMART und dessen Funktionsweise
  2. Besonderheiten bei externen Festplatten
  3. Software- und Treiber-Einschränkungen
  4. Mögliche Lösungen und Alternativen
  5. Fazit

Grundlagen von SMART und dessen Funktionsweise

SMART (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) ist eine Technik, die von Festplatten und SSDs verwendet wird, um ihre eigene Gesundheit und ihren Zustand zu überwachen. Diese Technologie ermöglicht es, wichtige Parameter wie Temperatur, Fehlerzahlen oder Laufzeit auszulesen, um frühzeitig auf mögliche Ausfälle hinzuweisen. Um die SMART-Daten auslesen zu können, kommuniziert die Software direkt mit dem Speichergerät, meistens über die Schnittstelle SATA, NVMe oder PCIe, je nachdem welche Verbindung zur Verfügung steht.

Besonderheiten bei externen Festplatten

Bei externen Festplatten, die über USB angeschlossen werden, ergibt sich ein spezielles Problem. Die meisten externen Gehäuse nutzen USB-SATA-Adapter oder Bridge-Chips, die als Vermittler zwischen der USB-Schnittstelle des Rechners und der eigentlichen SATA-Festplatte fungieren. Leider unterstützen viele dieser USB-SATA-Bridge-Chips kein Durchreichen (Passthrough) der SMART-Daten. Das bedeutet, dass die SMART-Informationen von der Festplatte zwar vorhanden sind, jedoch vom externen Gehäuse nicht an den PC weitergeleitet werden können. Dadurch kann CrystalDiskInfo die Daten nicht auslesen oder anzeigen.

Software- und Treiber-Einschränkungen

Neben der Hardware gibt es auch softwareseitige Einschränkungen. Manche Treiber oder Betriebssysteme unterstützen das Auslesen von SMART-Daten über USB nur eingeschränkt oder gar nicht. Auch Einstellungen der Software oder fehlende Administratorrechte können dazu führen, dass CrystalDiskInfo keinen Zugriff auf die benötigten Daten erhält. In manchen Fällen bieten USB-Festplattenhersteller eigene Tools zur Diagnose an, die besser auf die speziellen Gehäuse und deren Bridge-Chips abgestimmt sind.

Mögliche Lösungen und Alternativen

Wenn das externe Gehäuse die SMART-Daten nicht weitergibt, kann man versuchen, die Festplatte vorübergehend direkt über SATA im Inneren eines PCs anzuschließen. Dadurch ist ein direkter Zugriff auf die SMART-Daten möglich. Alternativ gibt es externe Gehäuse, die explizit den SMART-Daten-Durchgang unterstützen. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von speziellen Tools oder Treibern, die besser mit gewissen USB-Bridges zusammenarbeiten. Sollte all dies nicht funktionieren, bleibt nur die Diagnose mit herstellerspezifischen Werkzeugen.

Fazit

Das Fehlen von SMART-Daten bei externen Festplatten in CrystalDiskInfo liegt hauptsächlich daran, dass die meisten USB-zu-SATA-Adapter den notwendigen Daten-Durchgang nicht unterstützen. Dies ist keine Fehlfunktion der Software, sondern eine technische Einschränkung der Hardwareverbindung. Für verlässliche SMART-Auslesung ist ein direkter Anschluss der Festplatte oder ein USB-Gehäuse, welches SMART-Passthrough unterstützt, nötig.

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