Warum werden versteckte Dateien in "Everything" nicht angezeigt?
- Grundlegende Funktionsweise von "Everything"
- Standardverhalten bezüglich versteckter Dateien
- Technische Gründe für die Ausblendung
- Wie man versteckte Dateien in "Everything" sichtbar macht
- Fazit
Grundlegende Funktionsweise von "Everything"
"Everything" ist ein extrem schneller Dateisuchindexer für Windows, der seinen Ruf durch die Geschwindigkeit und Effizienz bei der Suche nach Dateien auf Datenträgern erlangt hat. Die Software erstellt einen Index aller Dateien und Ordner auf Festplatten, der dann verwendet wird, um Suchanfragen nahezu in Echtzeit zu beantworten. Dabei greift "Everything" auf die NTFS-Metadaten (bei NTFS-formatierten Laufwerken) zurück und verarbeitet die Informationen ohne die Dateien selbst zu öffnen.
Standardverhalten bezüglich versteckter Dateien
Versteckte Dateien und Ordner unter Windows haben Attribute, die sie in der Benutzeroberfläche oder im Explorer vor neugierigen Blicken schützen sollen. Diese Attribute werden von vielen Programmen respektiert, um den Nutzer nicht mit irrelevanten oder systemrelevanten Dateien zu überfluten. Standardmäßig ist es in "Everything" so eingestellt, dass versteckte und Systemdateien im Suchindex und in den Suchergebnissen nicht angezeigt werden. Das dient dazu, die Suchergebnisse übersichtlich zu halten und Nutzern bei alltäglichen Suchen nicht zu viel unnötige Informationen zu liefern.
Technische Gründe für die Ausblendung
Da "Everything" seinen Dateibaum nach Dateiattributen formatiert, kann es gezielt zwischen normalen Dateien, versteckten Dateien und Systemdateien unterscheiden. Dies geschieht durch das Auslesen der Dateiattribute, die bei versteckten Dateien das Attribut "Hidden" gesetzt haben. Wenn die Software so konfiguriert ist, dass diese Dateien nicht einbezogen werden, werden sie schlicht nicht im Index berücksichtigt oder bei Suchanfragen gefiltert, sodass sie nicht angezeigt werden.
Wie man versteckte Dateien in "Everything" sichtbar macht
Möchte man, dass versteckte Dateien ebenfalls angezeigt werden, ist es notwendig, in den Einstellungen von "Everything" die entsprechenden Optionen zu ändern. Dort kann man einstellen, ob versteckte oder Systemdateien im Index erfasst und bei Suchergebnissen angezeigt werden sollen. Nach entsprechender Aktivierung ist die Suche umfassender, dies kann aber auch die Performance oder Übersichtlichkeit der Suchergebnisse beeinträchtigen.
Fazit
Die Nichtanzeige versteckter Dateien in "Everything" ist ein bewusst gestaltetes Feature, das Benutzer vor der Anzeige potenziell störender oder weniger relevanter Dateien schützen soll. Dies steht im Einklang mit dem typischen Verhalten vieler Windows-Anwendungen, die versteckte Dateien standardmäßig ausblenden. Wer diese Dateien dennoch sehen möchte, kann dies durch Anpassung der Einstellungen in "Everything" jederzeit ermöglichen.
