Warum lassen sich Fenster in der GNOME Shell nicht richtig verschieben oder maximieren?

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  1. Gründe, warum Fenster in der GNOME Shell sich nicht richtig verschieben oder maximieren lassen

Gründe, warum Fenster in der GNOME Shell sich nicht richtig verschieben oder maximieren lassen

Die GNOME Shell basiert auf dem Wayland- oder dem X11-Fenstersystem, wobei seit neueren Versionen Wayland zunehmend bevorzugt wird. Probleme beim Verschieben oder Maximieren von Fenstern können daher oft aus der Art und Weise resultieren, wie die GNOME Shell zusammen mit dem darunterliegenden Fenstersystem und deren Konfiguration interagiert. Ein häufiger Grund liegt in der Verwendung von Wayland, da viele Anwendungen und Erweiterungen nicht vollständig mit Wayland kompatibel sind oder dort andere Verhaltensweisen zeigen als unter X11.

Ein weiterer möglicher Faktor ist die eingesetzte Version der GNOME Shell selbst sowie der verwendete Window Manager, der standardmäßig Mutter heißt. Wenn die GNOME Shell oder Mutter beschädigt, fehlerhaft konfiguriert oder durch inkompatible Erweiterungen belastet ist, kann das die Fensterverwaltung beeinträchtigen. Erweiterungen, die das Verhalten der Fenster beeinflussen, können insbesondere zu Problemen beim Verschieben führen, wenn sie nicht für die jeweilige GNOME-Version angepasst sind.

Darüber hinaus spielt auch die Art der Anwendung eine Rolle, die ausgeführt wird. Manche Programme verwenden eigene Fensterverwaltungstechnologien oder setzen die Fenstereigenschaften so, dass das Verschieben oder Maximieren über die GNOME Shell erschwert wird. Beispielsweise können Anwendungen, die in sogenannten Disable window decoration-Modus laufen, keine üblichen Fensterrahmen und -titelleisten anzeigen, wodurch das Verschieben per Maus ungewöhnlich oder gar unmöglich erscheint.

Ein weiterer technischer Aspekt sind die Einstellungen für Window Snapping oder Tiling, welche von GNOME Shell oder per Erweiterungen hinzugefügt werden können. Manche Einstellungen können das freie Verschieben von Fenstern einschränken oder deren Maximierungsverhalten verändern, sodass das Fenster scheinbar festgeklebt oder nicht korrekt skaliert wird.

Nicht zuletzt können auch Fehler im Grafiktreiber, besonders bei proprietären Treibern von NVIDIA oder bei älteren Grafikchipsets, verantwortlich sein. Fehlfunktionen in der Komposition der GPU können verhindern, dass Fenster korrekt neu gezeichnet oder positioniert werden, was sich als Probleme beim Verschieben oder Maximieren äußert. Hier hilft oft ein Wechsel des Treibers oder ein Update des Systems.

Zusammengefasst lassen sich Probleme beim Fensterhandling in der GNOME Shell meistens auf eine Kombination aus Fenstersystem (Wayland vs. X11), GNOME Shell-Konfiguration, verwendeten Erweiterungen, Anwendungsspezifika und Grafiktreiber zurückführen. Um solche Probleme zu lösen, empfiehlt es sich, zunächst in einer sauberen GNOME-Sitzung ohne Erweiterungen zu testen oder auf den klassischen X11-Modus umzuschalten. Ebenso wirkt ein Systemupdate oder das Zurücksetzen der Fensterverwaltungseinstellungen häufig Wunder.

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