Warum funktioniert AirDrop nicht, um Bücher in die Apple Books App zu senden?

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  1. Grundlegende Funktionsweise von AirDrop und Apple Books
  2. Beschränkungen bei der Verwendung von AirDrop für Bücher
  3. Technische und sicherheitsbezogene Aspekte
  4. Empfohlene Vorgehensweise zum Übertragen von Büchern
  5. Fazit

Grundlegende Funktionsweise von AirDrop und Apple Books

AirDrop ist eine von Apple entwickelte Methode zum drahtlosen Übertragen von Dateien zwischen iOS- und macOS-Geräten. Es nutzt eine Kombination aus Bluetooth und WLAN, um schnelle und sichere Datenübertragungen im Nahbereich zu ermöglichen. Die Apple Books App hingegen dient zum Lesen, Verwalten und Einkaufen von eBooks und PDFs. Dabei unterstützt die App bestimmte Dateiformate und baut auf den systemweiten Freigabemechanismen von iOS und macOS auf.

Beschränkungen bei der Verwendung von AirDrop für Bücher

Obwohl AirDrop grundsätzlich für die Übertragung verschiedenster Dateien geeignet ist, bestehen Einschränkungen, wenn es um die Übergabe von eBooks an Apple Books geht. Die Apple Books App erwartet, dass eBook-Dateien – etwa im EPUB- oder PDF-Format – korrekt registriert und mit der App verknüpft sind. Wenn ein Buch per AirDrop empfangen wird, landet die Datei zunächst im Downloads- oder dem entsprechenden Ablageordner. Es wird nicht automatisch in Apple Books importiert oder geöffnet.

Ein weiterer Grund ist, dass Apple Books nicht als Empfangsziel innerhalb der AirDrop-Übergabeschnittstelle funktioniert. Das bedeutet, dass es keine direkte Möglichkeit gibt, eine Buchdatei via AirDrop so zu übertragen, dass sie automatisch von Apple Books erkannt und hinzugefügt wird. Stattdessen muss die empfangene Datei manuell in die Apple Books App importiert werden, etwa über die Teilen-Funktion oder das Öffnen der Datei mit Apple Books.

Technische und sicherheitsbezogene Aspekte

Apple hat bei AirDrop und der Dateiverwaltung bei iOS und macOS strenge Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien implementiert. Diese sorgen dafür, dass Apps nicht willkürlich Dateien übernehmen oder aus unbekannten Quellen öffnen können, ohne dass der Nutzer aktiv zustimmt. Das automatische Öffnen oder Importieren von Büchern in Apple Books nach einem AirDrop-Transfer würde potentielle Angriffsmöglichkeiten oder Fehleingaben erhöhen, weshalb Apple diese Automatisierung nicht vorsieht.

Zudem kann die unterstützte Dateisignierung und DRM (Digital Rights Management) bei vielen gekauften oder geschützten eBooks verhindern, dass solche Dateien ungeprüft verschoben oder importiert werden. Daher scheitert der automatische Import oftmals auch, weil die App nur bestätigte und ordnungsgemäß lizenzierte Dateien annimmt.

Empfohlene Vorgehensweise zum Übertragen von Büchern

Um ein Buch, das per AirDrop empfangen wurde, in Apple Books zu öffnen, sollte man die Datei zuerst in den Ordner Downloads oder Dateien speichern. Anschließend kann man die Datei über die Teilen- oder Öffnen-Funktion gezielt in Apple Books importieren. Alternativ eignet sich das Synchronisieren über iCloud Drive oder das direkte Herunterladen aus dem App Store beziehungsweise aus der Books-App heraus. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Buch richtig erreichbar und lesbar in Apple Books eingebunden wird.

Fazit

AirDrop funktioniert zwar grundsätzlich zur Übertragung von Dateien, doch der automatische Versand von Büchern direkt in die Apple Books App ist aus technischen, sicherheitstechnischen und konzeptionellen Gründen nicht vorgesehen. Nutzer müssen empfangene Buchdateien manuell importieren, um sie in der Apple Books App verfügbar zu machen. Dieses Verhalten schützt die Integrität der Bibliothek und gewährleistet eine kontrollierte Handhabung von urheberrechtlich geschützten Inhalten.

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